Chiharu Shiota

Chiharu Shiota · In Silence, 2008, Rauminstallation in der Salle Poma des Centre PasquArt, Biel, 2008.© ProLitteris, Zürich

Chiharu Shiota · In Silence, 2008, Rauminstallation in der Salle Poma des Centre PasquArt, Biel, 2008.© ProLitteris, Zürich

Hinweis

Chiharu Shiota

Der «Diener&Diener»-Bau des «Centre PasquArt» beinhaltet einen komplexen und gleichzeitig einen der grössten Oberlichtsäle der Schweizer Museen - eine immer neue Herausforderung auch für bereits bekannte Kunstschaffende, aktuell für die Japanerin Chiharu Shiota (*1972). Die Künstlerin lebt seit 1997 in Deutschland,wo sie zunächst bei Marina Abramovic studierte. Eindrücklich verbinden sich in ihrem Werk westliche Ausdrucksformen und die subtile Ästhetik ihrer Heimat. Ihr «Markenzeichen» sind dabei schwarze Fäden, mit denen sie Gegenstände «zeichnerisch» in den Raum weitet. Das Performative, das ältere Videos in Biel aufzeigen, ist hier nur noch latent zu spüren. Die Inszenierung erinnert an ein Konzert: Da stehen ein Klavierflügel und Stühle, allesamt angekohlt. Shiota hat die Objekte in einer nicht öffentlichen Performance vor dem Museum beinahe zur Unkenntlichkeit verbrannt. Und dann in der «Salle Poma» mit 172 km schwarzem Acrylfaden mit dem Raum vernetzt.Nun weiten sich nicht nur die Gegenstände in den Raum, der Raum selbst wird zur Skulptur und das stille «Konzert» ist Teil davon. Shiota nennt die Installation «Silence». Für sie birgt der «Tod» des Konzertes eine Fülle unsichtbarer Energie, die in tausend Facetten vom einstigen Klingen, aber auch von den Vibrationen im Körper der Hörenden erzählt.

Bis 
14.06.2008

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