Emil Michael Klein

Hinweis

Emil Michael Klein

Der diesjährige Manor-Kunstpreisträger Emil Michael Klein (*1982) bespielt in seiner ersten institutionellen Ausstellung den Raum souverän mit objektartigen Arbeiten, die subtil das Verhältnis von Malerei und Skulptur, von Bild und Rahmung befragen. Der gelernte Holzschnitzer fertigt seine Rahmen selbst, die zugleich Bildträger als auch skulpturales Objekt sind. Die Malerei in Aquarell oder Dispersionsfarbe bewegt sich darauf frei, oft in Kreis-, Dreieck- oder X-Form, doch in einem bewusst unprätentiösen Farbauftrag, der mal lasierend, mal deckend ist, oder durch eine dicke Schicht semi-transparenten Acryls einen dreidimensionalen Reliefcharakter erhält. Dieser lässt jedoch immer auch Leerstellen zu und bezieht den Untergrund mit ein. Zentrales Element der Ausstellung ist eine freistehende diagonal gestellte Holzwand. Die geschnitzte und bemalte Oberkante spielt mit konvexen und konkaven Formen und evoziert Verbindungen sowohl zu rustikalem Handwerk als auch zu minimalistischer Skulptur. Auch die Wandarbeit aus Papier, Dispersionsfarbe und Lack beweist Kleins minutiöses Gespür für Oberflächenbeschaffendheit und Volumen, in einer Ausführung, in der Präzision und Zufall nahezu ununterscheidbar sind

Bis 
12.07.2008

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