Gregor Schneider

Gregor Schneider · Kind (sitzend ohne Kopf), 2004,Museum Franz Gertsch, 2008. © ProLitteris, Zürich

Gregor Schneider · Kind (sitzend ohne Kopf), 2004,Museum Franz Gertsch, 2008. © ProLitteris, Zürich

Hinweis

Gregor Schneider

Sein «Haus ur» bei Mönchengladbach ist bereits legendär. Seit über 20 Jahren baut Gregor Schneider an diesem Mörtel und Zement gewordenen Albtraum eines Klaustrophobikers mit seinen doppelten Wänden, weglosen Türen, drehbaren Räumen, die das Orientierungsvermögen der Besucher stark einschränken. Auch in seiner eigens für Burgdorf entstandenen Installation «Schwarzes Museum» greift der deutsche Künstler kräftig in das architektonische Gefüge des Hauses ein. Das Untergeschoss des Museums hat Schneider verdunkelt und so bis zur totalen Unkenntlichkeit verändert. Der Betrachter wird im vollkommen finsteren Raum zum tastenden Wesen, das sich den Weg durch ein Labyrinth der «Doublings» sucht, der Doppelungen,welche der Ausstellung ihren Titel geben. Karge Räume, Abgüsse von Müllsäcken und menschengrosse Puppen, die wie Krimileichen in Abfallsäcke gehüllt sind, zeigen sich in kleinen Lichtinseln. Alles ist zweimal vorhanden, in zwei Sälen spiegelbildlich angeordnet und trägt so zur Stimmung von Grusel und Verwirrung bei, die hier beinahe zum Selbstzweck zu werden droht

Bis 
14.06.2008
Künstler/innen
Gregor Schneider

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