‹Ich bin der letzte Maler›

Zhou Brothers · New York Performance, 2011,
Öl und MT auf Leinwand

Zhou Brothers · New York Performance, 2011,
Öl und MT auf Leinwand

Hinweis

‹Ich bin der letzte Maler›

Martin Disler (1949-1996) griff zu Pinsel und billiger Dispersionsfarbe, als der Kunstmarkt gerade die Videotechnik entdeckte. Seine expressiven Bilder und Plastiken brachten dem künstlerischen Autodidakten aus Solothurn, der auch Gedichte schrieb, internationale Anerkennung. Dennoch behauptete er, halb pessimistisch, halb trotzig: «Ich bin der letzte Maler.» Der Galerist Raphael Rigassi stellt diesen Ausspruch über eine Schau, die das Diktum vom Ende der Malerei widerlegen will, indem sie Positionen zeitgenössischer Malerei zeigt. Die Ausstellung will mit zehn Künstler/innen nicht den grossen Überblick über Tendenzen der aktuellen Malerei geben, sondern zeigt eine eher persönliche Auswahl des Galeristen. Die mit dekorativen Unschärfen arbeitenden Akte und Porträts des Zürchers Andy Denzler sind ebenso in der Ausstellung vertreten wie die zu abstrahierten Mustern geronnenen Landschaften und Menschenmengen des Deutschen Thomas Hartmann. Mit dabei sind auch die chinesischen Zhou Brothers, die in ihren Bildern westliche und östliche Ästhetik kombinieren, und der russische Künstler Anatoly Shuravlev, der mit in Plexiglas gefassten Minifotos bekannt wurde. Martin Disler, dessen Diktum vom Ende der Malerei der Schau ihren Titel gibt, ist ebenfalls mit zwei Arbeiten vertreten.

Bis 
15.06.2012

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