M. Dumas und R. Trockel

Marlene Dumas · Female, 1992–92, Tusche auf Papier, Sammlung Garnatz
 

Marlene Dumas · Female, 1992–92, Tusche auf Papier, Sammlung Garnatz

 

Hinweis

M. Dumas und R. Trockel

Karlsruhe — Manche sind süss, sogar schön, anderen möchte man lieber nicht begegnen, sie muten abgründig, bedrohlich an. -Marlene -Dumas (*1953, Kapstadt) sagt über die 211 Frauen ihrer Serie von Tuschebildnissen ‹Female›: «Ich finde sie alle ungewöhnlich, ich finde alle Menschen gleich beängstigend.» Die Serie ist Teil der hochkarätigen Sammlung Ute und Eberhard Garnatz, die das Paar der Städtischen Galerie als Dauerleihgabe überlassen hat. In der Ausstellung ‹Marlene Dumas. Rosemarie Trockel› mit frühen Werken beider Künstlerinnen ist die Serie als durchlaufender Fries auf Augenhöhe gehängt. Dies ermöglicht eine intime Begegnung mit den Werken. Anders als bei der Kölner Konzeptkünstlerin Rosemarie Trockel (1952, Schwerte), für die weibliche Rollenklischees ein zentrales Thema sind, geht es bei der in Amsterdam lebenden Südafrikanerin Dumas um existentielle Situationen – -etwa in einer Zeichnung mit einer Gebärenden; daneben ums Verhältnis von Kunst und Markt wie in ‹Art eating up its own children›. Demgegenüber erscheinen frühe Zeichnungen von Trockel als spielerische Formübungen im Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion. Näher an ihren späteren Themen sind die sieben in einer Vitrine aufgereihten Schöpfkellen, die ebenso an den Alltag einer Hausfrau wie an den biblischen Schöpfungsmythos denken lassen.

Bis 
24.06.2018
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
Städtische Galerie Deutschland Karlsruhe
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Marlene Dumas, Rosmarie Trockel 22.04.201824.06.2018 Ausstellung Karlsruhe
Deutschland
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