Raimer Jochims

Raimer Jochims · Kailash II, 2014, 84 x 69 cm 
 

Raimer Jochims · Kailash II, 2014, 84 x 69 cm 

 

Hinweis

Raimer Jochims

Basel — Die Avantgarden der Sechzigerjahre erleben derzeit eine neue Wertschätzung. Die Galerie Nicolas Krupp entdeckt den in Frankfurt lebenden Maler Raimer Jochims (*1935, Kiel), der Farben und Formen als autonome Werte und geistige Kraft zum Ausdruck bringt. Wie verschiedene ältere Kollegen knüpft er dabei an Paul Klee und Willi Baumeister an und konzentriert sich auf Urformen, die er mit seiner Farbpalette zum Leuchten bringt. Sehr früh begann er, Shaped Canvases zu verwenden, und angeregt von Werken früher Hochkulturen entwickelte er in den Siebzigerjahren autonome Forme, die er häufig als blasenartige Gebilde auf Spanplatten vorstellte. Formgebung und Farbwahl beruhen auf dem Spannungsverhältnis von Intuition und Kalkulation. Durch den Auftrag mit Spachtel oder Pinsel wirken die Oberflächen unterschiedlich lebendig. «Autonomie» war das grosse Stichwort der Nachkriegskunst – auch als Reaktion auf die nationalistische Doktrin und den Zweiten Weltkrieg. Die Arbeiten präsentieren sich als persönliches Zeichensystem, das nicht klar lesbar, doch einfühlbar sein will. Damit evoziert er eine Form von kulturübergreifender Schönheit, die sich in ägyptischen Hieroglyphen ebenso zeigt wie – das lehrt uns die Pop Art – in Hinweisschildern des modernen Alltags. 

Bis 
30.06.2018
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Raimer Jochims 04.05.201801.09.2018 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Künstler/innen
Andrea Domesle
Raimer Jochims

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