Katinka Bock

Katinka Bock · Some and any, fleeting, 0, 2022, Silberhalogenid-Fotografie auf Barytpapier

Katinka Bock · Some and any, fleeting, 0, 2022, Silberhalogenid-Fotografie auf Barytpapier

Hinweis

Katinka Bock

Basel — «Das sakralisierende Pathos, das um Antiken aufgebaut wird», sagt Antiquitätenhändler Jean David Cahn, «ist mir ein Graus.» Darin trifft er sich mit der in Paris lebenden Bildhauerin Katinka Bock (*1976, Frankfurt/M): «Ich hatte grosse Sorge», gibt sie am Telefon preis, «jetzt mit einem Werk-Pathos konfrontiert zu sein, das ich in meiner Arbeit immer vermeide.» Die Sorge ist unbegründet. Der Kunstraum soll vor allem eines: Begegnung ermöglichen. Zunächst die zwischen Kunstschaffenden und antiken Objekten. Cahn lädt sie zu sich ein, lässt sie mit den wertvollen Objekten hantieren. Katinka Bock hat einen Tag lang mit ihren Kindern «alles im wahrsten Sinne begriffen, das mit dem Alltag, mit Spielen, Essen, Wohnen – kurz damit zu tun hatten, wie wir uns als Menschen zur Welt verhalten». Entstanden ist eine Foto-Serie, Herzstück der Ausstellung. Cahn will zudem transhistorische Begegnung ermöglichen. «Indem ich mich für meine Arbeit inspirieren lasse, übersetze ich die historische Ladung», meint auch Bock. Entstanden sei mit Skulpturen – und fast ohne die Original-Objekte – ein «sozialer Raum» der Kunst. «Um ihn zu erfahren, muss man sich darin bewegen, muss ihn erlaufen», sagt die Künstlerin mit Bezug darauf, einen Stadtraum erzeugen zu wollen. Als Mensch sich zur Welt verhalten, als soziales, Wesen – eine Pathosformel der Kunst. 

Bis 
02.07.2022
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Katinka Bock 13.06.202202.07.2022 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Künstler/innen
Katinka Bock
Autor/innen
J. Emil Sennewald

Werbung