Sonja Sekula

Sonja Sekula · The Sun Room, 1948, Öl und Bleistift auf Leinwand, 162 x 107 cm

Sonja Sekula · The Sun Room, 1948, Öl und Bleistift auf Leinwand, 162 x 107 cm

Sonja Sekula· Private Totem, 1947, Öl auf ­Leinwand, 41 x 66 cm

Sonja Sekula· Private Totem, 1947, Öl auf ­Leinwand, 41 x 66 cm

Hinweis

Sonja Sekula

Basel — Sonja Sekula (*1918, Luzern–1963, Zürich) wurde 2016 im Kunstmuseum Luzern zusammen mit Max Ernst und Jackson Pollock gezeigt, doch ihr Œuvre hat den verdienten Stellenwert in den kunsthistorischen Aufzeichnungen noch immer nicht erlangt. Obwohl sie in den 1940er- und 1950er-Jahren in New York als wichtige künstlerische Position gefeiert wurde, geriet sie nach ihrem frühen Tod schnell in Vergessenheit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sicher haben die damals männerdominierte Kunst- und Presseszene, aber auch Sekulas seelische Schwankungen dazu beigetragen, insbesondere die Rückkehr 1955 zur Behandlung ihrer Krankheit in die Schweiz. Hier war sie abgeschnitten von tragenden Freundschaften und Ausstellungsmöglichkeiten und fühlte sich isoliert. Die Produktion verlangsamte sich, und es entstanden eher kleinformatige, weniger schillernde Werke. Die Aufmerksamkeit für ihr Schaffen beginnt erst jetzt langsam wieder zu wachsen. Wichtige amerikanische Institutionen, wie das Museum of Modern Art, haben nun Hauptwerke von Sekula für ihre Sammlungen angekauft. In Basel zeigen zwei Galerien parallel zur Kunstmesse Art Basel eine Retrospektive der Künstlerin mit je 50–60 Zeichnungen und Gemälden aus allen Schaffensphasen, insbesondere aus der wichtigsten Zeit, Mitte der 1940er-Jahre bis 1963.
Sonja Sekula zog 1936 nach New York und machte dort eine künstlerische Ausbildung. Eingebunden in die Szene der Abstrakten Expressionisten und der Surrealisten, die aus Europa in die USA emigriert waren, stellte sie mit ihnen aus. Zusammen mit anderen Kunstschaffenden, wie Pollock, Newman, Carrington, Oppenheim und Kahlo, trat sie in der Avantgarde-Galerie von Peggy Guggenheim ‹Art of This Century› in Erscheinung und begann sich einen Namen zu machen. Breton und andere Surrealisten bewunderten ihre Persönlichkeit und verklärten ihr psychische Labilität. Als Peggy Guggenheim ihre Galerie in New York 1947 schloss und nach Venedig weiterzog, verlor Sekula einen wichtigen Kontakt. Glücklicherweise hatte Betty Parsons gerade einen weiteren Veranstaltungsort eröffnet und widmete der Künstlerin in folgenden Jahren fünf Einzelausstellungen. In dieser Zeit wächst das Selbstverständnis von Sekula und sie kann ihren Platz in der amerikanischen Kunstszene behaupten. Es ist zu hoffen, dass die Wertschätzung für das vielschichtige Werk von Sonja Sekula weiterwächst. 

Bis 
02.07.2022
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Sonja Sekula 14.05.202202.07.2022 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Sonja Sekula 13.05.202202.07.2022 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Autor/innen
Iris Kretzschmar
Künstler/innen
Sonja Sekula

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