«Geniale Dilettanten. Kult(ur)labor Innerschweiz» im Bellpark

Ladyshave, Mother´s Ruin · Konzert in Wolfenschiessen 1980, mit Phil Esposito und Beat Schlatter, Foto: Katja Becker

Ladyshave, Mother´s Ruin · Konzert in Wolfenschiessen 1980, mit Phil Esposito und Beat Schlatter, Foto: Katja Becker

Hinweis

«Geniale Dilettanten. Kult(ur)labor Innerschweiz» im Bellpark

Dass die Peripherie eigene Qualitäten hat und bisweilen sogar ins Zentrum rückt, ist heute in aller Munde. Dass aber auch vor 25 Jahren schon die richtig wichtigen Dinge in der Innerschweiz und nicht in Zürich passierten, das wird uns nun in einer Ausstellung in Kriens, also wieder in der Peripherie, mitgeteilt. In Wolfenschiessen, Stans und Engelberg gab es Hotels und Theater, wo die Zürcher Szene sich ausleben konnte. Ab 1980 traten Punkbands auf, Dichterfestivals, Musicals und Kabaretts fanden statt. Und die InnerschweizerInnen machten - so scheint es - bei dem «Heidälärm» mit. Eine ehemalige Teilnehmerin erinnert sich, dass sich die inzestuöse Zürcher Szene in absolut schrägen Wochenenden Im Jugendstil-Kurhotel auf der Alp feierte und von «Seiten der einheimischen Sennen bedingungslose Akzeptanz und die totale Verwöhnung genoss». Wolfenschiessen, Stans und Engelberg sind also Zürichs Pilgerorte, sie entstehen als Aussenstationen der urbanen Subkultur in einer Zeit, in der vieles ins «brennende Zürich» drängt, schreibt Hilar Stadler, Leiter des Museums Bellpark. Patrick Frey, Beat Schlatter, Enzo Esposito, John Cooper, Klaudia Schifferle, Fischli/Weiss, Stephan Eicher u.a. waren dabei. Stadler will die Topographie der Aufmerksamkeit ergänzen und die Geographie der kulturell bedeutsamen Orte in der Schweiz erweitern. Im zugehörigen Katalog sind neben dokumentierenden Fotos Interviews und die Recherchen von Christian Ritter (HGK Zürich) festgehalten.

Bis 
29.07.2006

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