Judy Ledgerwood

Judy Ledgerwood bei der Arbeit

Judy Ledgerwood bei der Arbeit

Hinweis

Judy Ledgerwood

Betritt man das Foyer der Galerie, taucht man ein in das gleissende Licht einer orange-rot leuchtenden Wandmalerei. Darauf prangen lila und goldfarbene Blütenformen auf violett grundierten Rhomben. Die Wandbilder umspannen das ganze Foyer, öffnen so den Raum und verleihen ihm eine luftig-vibrierende Atmosphäre. Die Malereien mit ihren verzogenen Umrisslinien und geometrischen Mustern gleichen einem Wandbehang. Diese Wirkung ist von der amerikanischen Künstlerin Judy Ledgerwood (*1959, Chicago) intendiert, bezieht sie sich doch auf typisch weibliches Handwerk.Mit den Drippings, die aus den Bild- flächen fliessen, betont sie die Materialität der Farbe und lässt die Farbfäden gleichzeitig zu Fransen werden. Einem Spiel mit der Pastosität der Farben begegnen wir in der grossformatigen Komposition «Early Afternoon», 2007. Die runden Formen aus goldener Acrylgouache scheinen wie metallisch schimmernde Münzen in lila-, orange-, und gelbfarbenen Zonen zu schwimmen. Primär verwendet Judy Ledgerwood einfache geometrische Formen, die sie zu horizontalen und vertikalen Strukturen verdichtet. Da und dort formen sich die Kreise zu Pop-artigen Blumenmotiven. Durch die serielle Anordnung wirken die Bilder ornamental und lassen in ihrer Rhythmik Musikalisches anklingen. Gleichzeitig unterwandert die Künstlerin, deren Werke erstmals in der Schweiz gezeigt werden, mit der Betonung des materiellen Aspektes der Farben und Formen, auf sinnliche Weise die männlich dominierte Tradition der konkret-abstrakten Malerei.

Bis 
25.07.2008

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