David Hominal

David Hominal · L'Après-midi d'un faune, 2010. Foto: Siméon Duchoud

David Hominal · L'Après-midi d'un faune, 2010. Foto: Siméon Duchoud

Hinweis

David Hominal

Die Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil der drei neu produzierten Werke der ersten grösseren institutionellen Ausstellung von David Hominal (*1976). Beim Betreten des zweiten Stocks im Centre d'Art Contemporain wird der Blick sofort auf das Video «L'après-midi d'un faune», 2010, gelenkt: Die von einer nervösen Hand geführten Kamera irrt ziellos auf dem Atelierboden des Künstlers umher. «Landscape (half hard)», 2010, ist eine Art dreidimensionaler Riesenspiegel inmitten des Raumes. In diesem Fall ist es der wechselnde Standpunkt des Betrachters rund um die längliche, zwei Meter hohe, aus Aluminium-Platten gefertigte Skulptur, welche entscheidend ist, und als ein Leseschlüssel gilt: Je nachdem verschwindet das Objekt fast gänzlich oder es nimmt einen entscheidenden Platz ein. In der Installation «Untitled (purple)», 2010, ein über drei Meter hohes Diptychon aus je zwei aneinandermontierten Aluplatten, wird die Malerei am offensichtlichsten thematisiert: Mit einem Gummirakel trug Hominal violette Farbe auf. Der Untergrund bleibt allerdings stellenweise sichtbar, erscheint durchscheinend leicht und spiegelt die Umgebung. Das Auge schwenkt hin und her zwischen der Farbfläche und der gespiegelten Umgebung - eine mentale Bewegungsübung sozusagen.

Bis 
14.08.2010

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