Gunter Frentzel

Gunter Frentzel · Angelehnt, 2015, 22 Vierkant-Stäbe, 1800x 530x410 cm, Chromstahl

Gunter Frentzel · Angelehnt, 2015, 22 Vierkant-Stäbe, 1800x 530x410 cm, Chromstahl

Hinweis

Gunter Frentzel

Ein Strahlenbündel aus 22 Stahlstäben fliesst von der Chorwand in den hellen Raum. Von einem Punkt der Wand ausgehend, breiten die dunklen Stäbe sich zu einem Fächer aus, der spannungsvoll in den Raum greift. Was auf den ersten Blick Leichtigkeit atmet, hat ein Gesamtgewicht von dreieinhalb Tonnen. Die Stäbe sind unter der Last des eigenen Gewichts leicht gebogen. Die Betörung, die Gunter Frentzels (*1935, Berlin) Arbeit ‹Angelehnt› bewirkt, hat denn auch mit der Amalgamierung von Leichtem und Schwerem, Beständigem und Ephemerem zu tun. Die Stäbe sind, typisch für Frenzel, nicht fix an die Wand montiert, sondern nur in Noppen eingesteckt. Die Konstruktion ist massiv und flüchtig zugleich, sie trägt sich selbst und lehnt sich, wie bereits der Titel verheisst, nur locker an - an die Chorwand, an die künstlerische Biografie des Künstlers, aber auch an die Verbindung von Kunst und Kirche und die religiöse Bildsprache, in der Lichtbündel und Strahlen als Symbole von Verkündigung und transzendenter Erkenntnis eingesetzt wurden. ‹Angelehnt› will keine spirituellen Botschaften vermitteln. Die streng rational komponierte Arbeit verhält sich zum einst sakralen Raum der ehemaligen Klosterkirche eher wie ein Augenzwinkern: tonnenschwer und doch voll spitzbübischer Leichtigkeit.

Bis 
11.07.2015
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Gunter Frentzel 02.05.201512.07.2015 Ausstellung Solothurn
Schweiz
CH
Künstler/innen
Gunter Frentzel
Autor/innen
Alice Henkes

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