Glaube Liebe Hoffnung

Anna Meyer · Ausstellungsansicht (Kultum) © ProLitteris. Foto: N. Lackner
 

Anna Meyer · Ausstellungsansicht (Kultum) © ProLitteris. Foto: N. Lackner

 

Hinweis

Glaube Liebe Hoffnung

Graz — Kirche und Gegenwartskunst haben zumindest seit dem 20. Jahrhundert kein ganz friktionsfreies Verhältnis zueinander. Eine Ambivalenz zwischen den positiv konnotierten Grundwerten des Christentums und der realen Macht- und Gewaltgeschichte der Institution Kirche ist eine mitschwingende Konstante darin. Die Ausstellung im Kunsthaus Graz und im Haus der Minoriten legt den Fokus auf Schlüsselfragen in diesem ambivalenten Feld. In einem Ablauf von elf Kapiteln beschäftigen sich Künstlerinnen und Künstler mit den zeitgenössischen Herausforderungen von christlichen Werten. Adel Abdessemed überlagert über 3000 Zeichnungen mit Symbolen von Christentum, Judentum und Islam und verwebt sie zu einem flirrenden Ornament, dem die Frage «Ist Gott Design?» zugrunde liegt. Monica Bonvicini hält die mahnende Botschaft «Guilt» in einer riesigen Leuchtinstallation an der Fassade des grünen Kunsthausblobs fest, während Willem De Rooijs frischer weisser Blumenstrauss christliche Unschuldssymbolik vergegenwärtigt. Bei den Minoriten wiederum stellte Anna Meyer ein hintergründiges Ensemble kritischer Tableaus zusammen. Christus ans Facebook-F genagelt, Maria mit Smartphone und eine Twittertaube mit Trump-Tolle und Hakenkreuz: Sie warnen vor dem Einfluss der «sozialen» Netzwerke und stehen für die unheilvolle Allianz von religiösen, politischen und digitalen Welten.

Bis 
26.08.2018
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Glaube Liebe Hoffnung 13.04.201826.08.2018 Ausstellung Graz
Österreich
AT
Autor/innen
Patricia Grzonka
Künstler/innen
Anna Meyer

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