Anja Braun, Monika Stalder und Kathrin Affentranger

Kathrin Affentranger · Tonskulpturen; Monika Stalder · Universen; Anja Braun · Wandmalereien, Ausstellungsansichten Kunsthalle Luzern, 2019. Foto: Kilian Bannwart

Kathrin Affentranger · Tonskulpturen; Monika Stalder · Universen; Anja Braun · Wandmalereien, Ausstellungsansichten Kunsthalle Luzern, 2019. Foto: Kilian Bannwart

Kathrin Affentranger · Tonskulpturen; Monika Stalder · Universen; Anja Braun · Wandmalereien, Ausstellungsansichten Kunsthalle Luzern, 2019. Foto: Kilian Bannwart

Kathrin Affentranger · Tonskulpturen; Monika Stalder · Universen; Anja Braun · Wandmalereien, Ausstellungsansichten Kunsthalle Luzern, 2019. Foto: Kilian Bannwart

Hinweis

Anja Braun, Monika Stalder und Kathrin Affentranger

Luzern — Mit Anja Braun (*1985), Monika Stalder (*1981) und Kathrin Affentranger (*1987) versammelt die Kunsthalle Luzern drei eigenständige Künstlerpositionen. In der multimedialen Ausstellung loten die Künstlerinnen Themen im Spannungsfeld von Kombinatorik, Repetition und Unendlichkeit auf je unterschiedliche Weise aus. Anders, als es die Begriffe vermuten liessen, entspringt das Movens zur künstlerischen Untersuchung dieser Phänomene nicht naturwissenschaftlich-mathematischem Interesse. Vielmehr sind die ortsspezifischen Arbeiten das Resultat eingehender Erkundung der architektonischen Beschaffenheit des multifunktionalen Gebäudes, in dem die Kunsthalle eingebettet ist. Es braucht kein geschultes Auge, um festzustellen, dass die Kunsthalle eine höchst eigenwillige Architektur aufweist. Gerade mal eine lange Fensterfront trennt den gebogenen Hauptraum vom angrenzenden Barbetrieb des Bourbaki. Entsprechend optisch verbunden, erweist sich der museale Raum alles andere als ein klassisch-hermetischer White Cube. Dieser besonderen Situation ist es geschuldet, dass die räumlichen Komponenten den kuratorischer Reflexionsprozess im Vorfeld einer jeden Ausstellung massgeblich beeinflussen. Mit der gegenwärtigen Schau ist den Künstlerinnen diesbezüglich ein Coup gelungen: Ohne die eigene Handschrift preiszugeben, treten die Positionen sowohl mit dem Raum als auch miteinander in einen symbiotischen Dialog. So etwa reflektieren Stalder und Affentranger in ihren Arbeiten die baulichen Eigenschaften des Kulturzentrums durch das Motiv des Kreises. Denn als Rundbau konzipiert, symbolisiert die Architektur in ihrer formalen Geschlossenheit sowohl Ruhe als auch Unendlichkeit. Während Stalder die Thematik des Unendlichen malerisch durch schwebende Monde vor einem dunklen, monochromen Fond zum Ausdruck bringt, zeigt sich das Sujet bei Affentranger durch die mit einer Soundinstallation verbundenen und von Kreisringen geformten Tonskulpturen. Aus vier pastellfarbenen Segmenten zusammengesetzt, dekliniert Affentranger diverse Farbkombinationen durch und erkundet damit die Gesetze der Permutation. Ganz anders nimmt sich der Bezug Brauns zu den raumspezifischen Gegebenheiten der Kunsthalle aus: Mit ihren geometrisch-abstrakten und monumentalen Wandmalereien aus monochromen, teils komplementären Farb­flächen verleiht die Künstlerin der von Scheinpilastern segmentierten Ausstellungswand eine vibrierende Ästhetik. Kompositorisch von digitalen Bildschirmen inspiriert, stellt Braun so ihr Faible für die Auseinandersetzung mit der strengen Ästhetik sich überlappender Fenster unter Beweis. Das Thema der Unendlichkeit drückt hier insofern durch, als die raumgreifenden Bilder, verstanden als Bildschirme, eine potenziell unbegrenzte Anzahl von Informationen übermitteln können. 

Bis 
28.07.2019
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
AFFENTRANGER–BRAUN–STALDER 07.06.201928.07.2019 Ausstellung Luzern
Schweiz
CH

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