Maya Hottarek, Matheline Marmy, Timo Paris

Timo Paris · Hypomochlion Threading, 2020. Foto: Severin Bigler

Timo Paris · Hypomochlion Threading, 2020. Foto: Severin Bigler

Hinweis

Maya Hottarek, Matheline Marmy, Timo Paris

Baden — Namen tauchen in der Langmatt auf, die man bislang nicht kannte. In der fünften Raumfahrt-Serie in den Kellergeschossen der Langmatt möchten die Organisatoren jungen Kunstschaffenden auf den Zahn fühlen. Utopie oder Dystopie sei die Frage, so Kuratorin Daniela Minneboo. Salopp ausgedrückt, geht es darum: Schaut die neue Künstlergeneration positiv oder eher schwarzmalerisch in die Zukunft? Gleich eingangs erwartet einen ein Video der Bielerin Maya Hottarek (*1990). Eine Frau, halb Fee, halb Tier, streift durch eine Waldlichtung. Das Wesen knüpft an die ebenso bizarren Objekte im ehemaligen Tankraum an: Keramikgefässe, geschmückt mit grünem Haar und glühenden Augen, hängen von der Decke und erinnern an Wassergeister und furchteinflös­sende Masken. Als Laborversuche entpuppen sich hingegen die aus Glas, Stahl und Kupfer geschaffenen Arbeiten der gelernten Fotografin Matheline Marmy (*1993), bei denen biochemische Prozesse laufend Einfluss auf Gestalt und Materie der minimalistischen Objekte ausüben. Und schliesslich greifen die aus Acrystal, Tuch und Hatovit – eine Art Gipsersatz – geformten Gesten des Breakdancers und Künstlers Timo Paris (*1994) ins Geschehen ein: hier ein Bein auf Kopfhöhe, dort eine den alten Spültrog umspannende Umarmung. Schön dynamisch. 

Bis 
31.10.2021

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