Tableaux

David Noonan · Untitled, 2008, Courtesy The Saatchi Gallery, London. Foto: Blaise Adilon

David Noonan · Untitled, 2008, Courtesy The Saatchi Gallery, London. Foto: Blaise Adilon

Hinweis

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Lange sah man, gerade in Frankreich, die Malerei in der Sackgasse. Zu sehr sei sie Selbstzitat und «coulures» verfallen, den Farbverläufen à la Marc Desgrandchamps und anderen. Jetzt wenden sich viele, mit Post-Rauschenberg'schem Impetus, von den Verteidigungskämpfen der Malerei ab und deren Grund zu. Le Magasin versammelt höchst instruktiv 21 Positionen, die das Tafelbild, seinen Raum, seine Geste, sein performatives Potenzial erkunden. Allen gemeinsam ist das geschichtsbewusste Ausgreifen in den Raum. So hängt David Hominal Leinwände in seines Vaters Metzger-Räucherkammer. Die stark riechenden und mit Blut betropften Bilder, ‹Fumoir›, 2007, nehmen die Rede vom Farb-Körper beim Wort. Jessica Warboys legt grosse Leinwände ins Meer, streut Pigmente dazu. Aus den impressionistischen Resultaten baut sie mit ‹Sea Paintings Dunwich, May›, 2011, vibrierende Rauminstallationen. Schottlands Venedig-Beitrag Karla Black lässt mit ‹What To Ask For Others›, 2008, botticelliesk Schleier wehen, Reto Pulfer baut aus gefärbten Stoffen prekäre Zelte, ‹Zr Blechschubladen›, 2009-2011. Und Lydia Gifford tanzt mit grosser Eleganz Malerei in den Ausstellungsraum, ‹Oar›, 2011. Nach erweiterter Zeichnung nun entfesselte Malerei -
ein reichhaltiges Performance-Programm öffnet weitere, neue Wege.

Bis 
03.09.2011

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