Dove Allouche

Dove Allouche · Déversoirs d'orage 4, 2009
Héliogravure, Tinte auf Papier, Edition, 60x50 cm, Courtesy Gaudel de Stampa

Dove Allouche · Déversoirs d'orage 4, 2009
Héliogravure, Tinte auf Papier, Edition, 60x50 cm, Courtesy Gaudel de Stampa

Hinweis

Dove Allouche

Seit ‹Déversoirs d'orage›, einer Serie von Heliogravüren mit Bildern aus dem Kanalsystem von Paris 2009, gehört Dove Allouche (*1972) zu den Shootingstars der französischen Kunstszene. Er will sich «vom Zeitgeist lösen. Mit Metafotografie zeige ich, dass die Technik des Lichtbildes sein Sujet formt. So kann etwas entstehen, das sich aus der Geschichte abhebt». Dafür nutzt er viel historisches Material. Zum Beispiel hat er Stereoskopien, eine Art früher 3D-Bilder, abgezeichnet. Die Bilder aus dem Ersten Weltkrieg - Schützengräben und Trümmerhaufen, mit Bleistift und Tusche vergrössert auf Papier übertragen - wirken selbst wie Ruinen. Es sind Tiefenbohrungen in der Bildgeschichte wie die grossen flirrenden Monochrome ‹Les dernières couleurs›, Abzüge auf Autochrom-Papier, das noch 1952 in den Lumière-Werken hergestellt wurde. Besonders beeindruckend ist die Serie ‹Granulation›: Physautopien - die von Niépce Anfang 1830 entwickelte Technik ist längst vergessen - nach Bildern aus dem Atlas der Sonnenfotografien, die Jules Jansen, seinerzeit Direktor des Observatoriums von Meudon, ab 1877 aufgenommen hat. Der Original-Atlas ist in der Ausstellung umringt von dreissig glänzenden Silberplatten, auf denen Lavendelöl ein kaum erkennbares, höchst fragiles fotografisches Bild hinterlassen hat - fast scheint die Sonne selbst sich hier zu spiegeln.

Bis 
08.09.2013
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Dove Allouche 26.06.201309.09.2013 Ausstellung Paris
Frankreich
FR
Künstler/innen
Dove Allouche
Autor/innen
J. Emil Sennewald

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