Geschichte der Schrift

Uschebti (Totenfigur) mit Hieroglyphen u.a. eines Schreibers mit Schreibpinsel · Wassertöpfchen und Palette

Uschebti (Totenfigur) mit Hieroglyphen u.a. eines Schreibers mit Schreibpinsel · Wassertöpfchen und Palette

Hinweis

Geschichte der Schrift

Das Bibel+Orient Museum mit seiner Sammlung von gut 15000 Objekten widmet die akutelle Sonderausstellung der Geschichte der Schrift - vom kultischen Symbol zum Verwaltungsinstrument und zur Grundlage der heutigen Bildung.
Wir benutzen mit der grössten Selbstverständlichkeit 26 einzelne Zeichen, um Worte, Sätze, Absätze, Abschnitte, Kapitel und ganze Bücher zu formen. Ohne diese Schriftzeichen wäre das tägliche Leben nicht mehr denkbar. Wo aber kommen diese Zeichen her? Ex Orient.
Aus dem Kulturraum des Vorderen Orients stammen drei Errungenschaften. Die Schrift entwickelte sich in den Jahrtausenden vor Christi Geburt über Symbole und Keilmuster zur Lautschrift aus einzelnen Buchstaben; die schriftliche Kommunikation umfasste neben dem kultisch-religiösen Bereich auch den Handel und die Verwaltung; und weitreichende Handelsbeziehungen ermöglichten einen regen kulturellen Austausch zwischen Staaten und Völkern. Zudem bot eine einfache und einheitliche Schrift die Grundlage für die Demokratisierung der Bildung.
Die Ausstellung ‹Von den Schriften zur (Heiligen) Schrift› zeigt die Geschichte der Schrift anhand von originalen Exponaten. Integriert sind von Tafelfragmenten über Stempel- und Rollsiegel bis zu einer für die rechtslaufende jüdische Quadratschrift eingerichteten ‹Hermes Baby› wichtige Stationen der vielschichtigen Entwicklung. Rollsiegel waren beispielsweise für Kaufleute wichtig, die ihre Kisten ‹um die Ecke› versiegeln und so kennzeichnen konnten.
Die technisch nicht optimale Präsentation der Schätze erfolgt auf zwei Stockwerken in den Korridoren eines Gebäudes der Universität Miséricorde; das Museum kann aber aller Voraussicht nach im Herbst 2013 neue Räumlichkeiten in der Uni beziehen und mehr Vitrinen auf einer grösseren und besser ausgeleuchteten Fläche aufstellen. Ein wahres Kleinod verbirgt sich im unter der Woche nach Voranmeldung und am Sonntag gegen Eintritt zugänglichen Kabinett. Originalfundstücke aus verschiedenen Bereichen des Lebens im Alten Orient nehmen den Betrachter auf eine ausgedehnte Zeitreise mit.

Bis 
30.11.2013

im Gutenberg-Museum wird ergänzend eine vollständig ausgerollte Torarolle gezeigt, ab 22.8.; Rahmenprogramm: Projekt ‹Metamorphosen› mit Schüler/innen in der zweiten Jahreshälfte.

Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Von den Schriften zur (Heiligen) Schrift 29.11.201201.12.2013 Ausstellung Fribourg
Schweiz
CH
Autor/innen
Thomas Schlup

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