M Séléction

Oscar Tuazon · I use my body for something, I use it to make something, I make something with my body, whatever that is. I make some-thing and I pay for it and I get paid for it, 2013. Foto: Stefan Altenburger

Oscar Tuazon · I use my body for something, I use it to make something, I make something with my body, whatever that is. I make some-thing and I pay for it and I get paid for it, 2013. Foto: Stefan Altenburger

Hinweis

M Séléction

Bereits seit 2011 ist die vom Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler begonnene Sammlung auf Reisen. Externe Blickweisen sind dabei willkommen. Das Migros-Museum, dem die Werke seit der Eröffnung 1996 gehören, hat den Kuratoren vor Ort freie Hand geboten - nach Vaduz, Kassel, Krems und Bolzano nun auch in Genf. Die hier federführende Justine Moeckli hat jetzt scharfsichtig die Spielarten des Minimalismus herausgeschält - einem Schwerpunkt der Bestände aus den späten Siebzigern, angelegt von Urs Rausmüller, dem ersten professionellen Sammlungskurator. Der nun angestrebte Dialog von Arbeiten aus den Anfängen der Bewegung mit aktuellen Positionen ist visuell oft eindrücklich wie etwa in der Ecke, wo die hängenden elementaren Formen von Sol LeWitt (1928-2007) auf die zu Boden gekrachten Betongebilde von Oscar Tuazon (*1975) hinunterblicken. Schade nur, dass dem Publikum ad hoc einfach gar nichts zur Sensibilisierung für die damit verbundenen Diskurse angeboten wird, ausser einem ziemlich aufgeblähten Katalog für stolze 48 CHF. Statt der eher peinlichen Koketterie mit der Luxuslinie in den Migros-Läden hätte etwas mehr Besinnung auf die soziale Vision gut getan, die doch Gottlieb Duttweiler nicht zuletzt mit seiner Investition in die Kultur verband.

Bis 
21.09.2013

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