Pablo Picasso

Pablo Picasso · Suite des 347, Aquatinta und Kaltnadel auf Velin, 198 x 326 mm, Musée Jenisch Vevey © ProLitteris. Foto: Julien Gremaud

Pablo Picasso · Suite des 347, Aquatinta und Kaltnadel auf Velin, 198 x 326 mm, Musée Jenisch Vevey © ProLitteris. Foto: Julien Gremaud

Hinweis

Pablo Picasso

Vevey — Das Musée Jenisch Vevey zelebriert zurzeit den Meister mit einem «Theater des Blicks», um mit Kurator Florian Rodari zu sprechen. Meisterhaft hat dieser die wichtigen Bestände der Druckgrafik von Picasso, die von den Stiftungen Werner Coninx und Jean Planque kürzlich im Museum deponiert wurden, zusammen mit bereits vorhandenen Abzügen des Künstlers in Räumen inszeniert, die das Rot und Grau des Terrazzobodens harmonisch aufgreifen und die Augen natürlich auf die Bildereignisse lenken. Nacheinander öffnen sich dabei die Bühnen, die der Künstler obsessiv bespielte, in denen sich wie im Jahrhundertbild ‹Les Demoiselles d’Avignon›, 1907, auch häufig ein angehobener Vorhang als Metapher für die künstlerische Enthüllung der Welt findet. Gehören die Räume im Erdgeschoss der Zirkusarena und dem Künstler-atelier, führt der Hauptsaal im Obergeschoss in die Bettnische, in der Mann, Frau und Tier sich nicht mehr nur gegenseitig betrachten, sondern auch zügellos hingeben. Durch die letzten, vom bejahrten Picasso produzierten Serien läuft die Schau auf einen Höhepunkt des Formenspiels zu. So imaginativ und innovativ wusste er dieses zu befeuern, dass selbst Fachleute nicht aus allen seinen Techniken schlüssig werden.

Bis 
07.10.2018

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