Thomas Scheibitz

Thomas Scheibitz · if seven was five, 2022, Ausstellungsansicht Kloster Schönthal © ProLitteris

Thomas Scheibitz · if seven was five, 2022, Ausstellungsansicht Kloster Schönthal © ProLitteris

Thomas Scheibitz · Stein, 2008/2022, Alu­miniumguss, Lack, 110 x 70 x 80 cm © ProLitteris

Thomas Scheibitz · Stein, 2008/2022, Alu­miniumguss, Lack, 110 x 70 x 80 cm © ProLitteris

Hinweis

Thomas Scheibitz

Langenbruck — Grell, collagenhaft, assoziativ – die bildhauerischen Werke des deutschen Künstlers Thomas Scheibitz (*1963, Radeberg) verleihen dem historischen Gemäuer der einstigen Klosterkirche Schönthal aktuell überraschende Akzente. Mal hängend, mal locker angelehnt oder auf Podesten präsentiert. Was zunächst wie eine Gruppe beliebig zusammengewürfelter Form- und Farbkomponenten erscheint, führt auf eine wesentliche Essenz im Schaffen des Künstlers zurück: die stete Befragung des zeitgenössischen Skulpturbegriffs.
Mit der Schau ‹if seven was five› richtet der Schweizer Kurator Andreas Fiedler, vormaliger Leiter und Gründungsdirektor des KINDL Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin, die Spotlights auf die dreidimensionalen Arbeiten von Thomas Scheibitz. In geschickter Platzierung setzt er die Objekte zueinander, schafft elegante Form- und Farbbezüge und führt den Blick der Besuchenden anhand von Ausschnitten und Sichtfenstern spielerisch durch den Raum. Der Einsatz der für den Künstler charakteristischen Mischung aus bekanntem Formenvokabular und vielschichtig kryptischen Hinweisen siedelt seine Kunst auf einem Grat zwischen konkret evozierten Erinnerungsbildern und bühnenartigen Fiktionen an und entfaltet sowohl eine Vertrautheit als auch gleichzeitige Irritation des Gesehenen.
Als stoffliche und ideelle Grundlage dient ­Thomas Scheibitz ein Arsenal an unterschiedlichen Materialien, das er als bekennender Sammler kontinuierlich zusammenträgt und in diverser Form einzusetzen vermag. Auch bei der Titelvergabe greift er auf eine solitäre Sammlung von phonetischen Zusammensetzungen, Begriffen, Nummern oder Eigennamen zurück. Doch was oft zunächst als klare Spur anmutet, führt abermals zu ungreifbaren Leerstellen. Nach der 2019 erfolgreichen Zusammenarbeit im Kesselhaus des KINDL erfolgt nun in der Idylle der ehemaligen Klosteranlage Schönthal ein erneutes Zusammentreffen von Kurator und Künstler. Neben den bildhauerischen Arbeiten in der Galerie präsentiert die Ausstellung unter anderem im sogenannten Abtsaal eine ausgewählte Zusammenstellung der im Œuvre des Künstlers gleichrangigen ­Malerei. Mit dem neongelben Werk ‹Stein› erfährt zudem der Skulpturenpark des kulturellen Begegnungsortes eine spannende Erweiterung. 

Bis 
06.11.2022
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
if seven was five — Thomas Scheibitz 10.04.202206.11.2022 Ausstellung Langenbruck
Schweiz
CH
Autor/innen
Rani Magnani
Künstler/innen
Thomas Scheibitz

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