2018 geht der Zurich Art Prize an Robin Rhode

Robin Rhode, Gewinner des Zurich Art Prize 2018, courtesy der Künstler

2018 geht der Zurich Art Prize an Robin Rhode

Das Museum Haus Konstruktiv und die Zurich Insurance Group Ltd freuen sich sehr, den elften Gewinner des international renommierten Zurich Art Prize bekannt zu geben: Der Kunstpreis geht 2018 an den südafrikanischen Künstler Robin Rhode. Die Preissumme von CHF 100'000 setzt sich aus einem Budget von CHF 80'000 für die Produktion einer Einzelausstellung (25. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019) im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 20'000 zusammen.

Für den in Südafrika aufgewachsenen Künstler Robin Rhode (geb. 1976 in Kapstadt, lebt in Berlin) ist das Medium Zeichnung nicht auf einen Bildträger begrenzt, sondern eine Technik, die er nutzt, um im öffentlichen Raum ebenso wie an Museums- und Galeriewänden einen performativen Prozess zu entfachen. Ob choreografiert oder improvisiert, Rhode versteht die Zeichnung als etwas mit Raum und Kontext Verwobenes, das schlussendlich in Form von Fotosequenzen, Videos oder Objekten festgehalten wird. Ausgehend von Wandzeichnungen - etwa eines Fahrrades, wie es sich Kinder im südafrikanischen Township vergeblich wünschten - entwickelte Robin Rhode eine künstlerische Praxis, die alltägliche Beobachtungen, politische Statements, Sehnsüchte - und im aktuellen Werk auch kunsthistorische Referenzen - klug und humorvoll in teils slap-stickartigen Gesten erfahrbar werden lässt. Chalk Bike(2015) beispielsweise basiert auf einer Erfahrung aus der Schulzeit des Künstlers: Jüngere Schüler wurden von den älteren dazu angehalten, ein gezeichnetes Fahrrad an der Wand so zu fahren, als ob es real wäre. Die Installation Chalk Bike in der Lehmann Maupin Gallery in New York besteht aus der originalgetreuen Nachbildung eines Fahrrades aus weisser Kreide und mehreren auf die schwarze Wand angebrachten Kreidezeichnungen von Fahrrädern, die zusammen mit dem Objekt eine Bewegung suggerieren.

Seine jüngsten Arbeiten enthalten Verweise auf die Moderne, spielen mit dem Vokabular des Konstruktivismus und greifen farbtheoretische Überlegungen auf. Die Jury des Zurich Art Prize zeigte sich begeistert von Rhodes Umgang mit konstruktiven Anleihen, die er lustvoll umzusetzen versteht und dabei auf Raum und Kontext reagiert. Seine Praxis, das Publikum zu integrieren, wurde zusätzlich als herausragend unterstrichen.

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