06 Schreibwerkstatt – Ortsverbundenheit

Stiftung BINZ39. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39, Ausstellungsansicht. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39. Foto: Dominik Zietlow

Stiftung BINZ39. Foto: Dominik Zietlow

Material- Raum für Buchkultur. Foto: Dominik Zietlow

Material- Raum für BuchkulturFoto: Dominik Zietlow

Material- Raum für Buchkultur. Foto: Dominik Zietlow

Material- Raum für BuchkulturFoto: Dominik Zietlow

Material- Raum für Buchkultur. Foto: Dominik Zietlow

Material- Raum für BuchkulturFoto: Dominik Zietlow

Material- Raum für Buchkultur. Foto: Dominik Zietlow

Material- Raum für BuchkulturFoto: Dominik Zietlow

Material- Raum für Buchkultur. Foto: Dominik Zietlow

Material- Raum für BuchkulturFoto: Dominik Zietlow

06 Schreibwerkstatt – Ortsverbundenheit

Eine Ausstellung besteht nicht nur aus den gezeigten Werken. Was programmatisch im OnCurating Project Spaceam vergangenen Freitag erfasst wurde, lässt sich bei Material - Raum für Buchkultur und der Stiftung BINZ39 auf unterschiedliche Weise überprüfen

Material- Raum für Buchkultur und Stiftung BINZ39 – Vor Beginn der Kunst: Szene Zürich war eine spannende Frage, wie die Gastorte den Dialog mit der Kunst gestalten würden. Während manche Orte (räumlich, inhaltlich) prädestiniert sind für Ausstellungen, diese gar ihr täglich Brot sind, erfüllen andere im Alltag andere Funktionen: Sie sind Quartierhaus, Yogastudio oder Architekturbüro. Das kann kuratorisch eine Herausforderung sein, aber auch Anknüpfungspunkte liefern, welche die Ausstellungsgestaltung erleichtern. 

Im Material – Raum für Buchkultur an der Klingenstrasse liefert den naheliegenden kuratorischen Anknüpfungspunkt der künstlerische Umgang mit Wörtern, Symbolen und Zeichensystemen. In der unabhängigen Buchhandlung, die sich sonst mit Zines und Künstlerbüchern aus den Bereichen Kunst, Philosophie und Poesie auseinandersetzt, sind neben den Druckerzeugnissen nun sieben verschiedene Positionen zu sehen, von Kunstschaffenden zwischen 16 und 65 Jahren. Was an der Kunst: Szene jetzt schon gut gefällt und sich auch bei Material wieder erfüllt, ist der niederschwellige Dialog mit den Kunstschaffenden. Auch die Tatsache, dass künstlerische Positionen zusammenkommen, die sich sonst höchstwahrscheinlich nie begegnet wären, ist ein Gewinn. Beim Besuch am Samstagnachmittag hat die Künstlerin Claudia Ginocchio Hütedienst und gern gibt sie Auskunft über ihre Arbeiten, das Ausstellungskonzept und ihre eigene Meinung zur Ausstellung. Ein ungezwungenes Gespräch entsteht, das Lust auf mehr dieser Art macht. Man nimmt ihr ab, dass sie sich aufrichtig freut, Teil der Kunst: Szene zu sein und dass sie einverstanden ist mit der Positionierung ihrer Werke in der Buchhandlung und im Kontext der anderen Arbeiten. 

Während Material als Raum für Buchkultur die kuratorische Fährte bereits vorgegeben hat, besteht die Stiftung BINZ39 aus Atelier- und Ausstellungsräumen, und es bedarf einer anderen Strategie. Das gewählte Thema ‹Kunst für Alle / Supermarkt der Kunst / die Ware Kunst›ist nichts Neues oder Bahnbrechendes, bietet aber genug Handlungsspielraum und inhaltliche Fülle, um über zwanzig Positionen Raum zu geben. Auch hier sind beim Besuch viele der beteiligten Kunstschaffenden präsent und man hört Gespräche, die klarmachen: Nicht nur kuratorisch ist die Kunst: Szene eine Herausforderung, auch für die Kunstschaffenden selbst ist das Ausstellungsprinzip Neuland und verlangt Kompromiss- und Anpassungsfähigkeit. Dem Thema entsprechend gibt es bei der Stiftung BINZ39 eine Preisliste der ausgestellten Werke; wer also auf der Suche nach einem erschwinglichen Kunstwerk - sei es als Weihnachtsgeschenk oder für den Eigenbedarf - ist, der sollte vorbeischauen. Dass die Ausstellung den Regeln einer Galerie gehorcht, ist ein gelungener Kniff, der auch diesem Raum ein Profil verleiht und ihn für die kommenden Tage in den Kunstmarkt einschreibt.

Mathis Neuhaus (*1991) lebt in Zürich und ist freier Journalist in den Bereichen Kunst, Musik und Popkultur. hello@mathisneuhaus.de 

Schreibwerkstatt ist ein Projekt von Kunst: Szene Zürich 2018 und Kunstbulletin.

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Kunst: Szene Zürich 2018 23.11.201802.12.2018 Ausstellung Zürich
Schweiz
CH
Kunst: Szene Zürich 2018 23.11.201802.12.2018 Ausstellung Zürich
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Autor/innen
Mathis Neuhaus

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