Facebook — Kunst daheim

Interieur mit Werken von Gerrit Rietfeld und Not Vital, Courtesy Kunsthandel Vonlanthen, Chur. Foto: Markus Vonlanthen

Interieur mit Werken von Gerrit Rietfeld und Not Vital, Courtesy Kunsthandel Vonlanthen, Chur. Foto: Markus Vonlanthen

Facebook — Kunst daheim

Winterthur — Bereits während des Lockdown im März 2020 hat die freie Kritikerin und Kuratorin Lucia Angela Cavegn, gebunden ans Home Office, die Facebook-Gruppe ‹Kunst daheim› lanciert. Inzwischen zählt diese gegen 1000 Mitglieder – und auch einige Abgänge. Gerade bei niederschwelligen Formaten drängen sich Regeln auf. Bald feixte man in der durch Emoticons indizierten Intensität darüber, was neben Einzelbildern etablierter Figuren sonst noch Platz haben soll. Bewährt hat sich: 1. Keine eigenen Werke. 2. Nicht mehr als drei Beiträge pro Tag. 

Die Gründerin, die nach versuchter kollektiver Verwaltung ‹Kunst daheim› nun wieder täglich wartet, hat die Gruppe von Winterthur aus lanciert. So gab die Bubble zunächst Einblicke in die private Lebendigkeit einer lokalen, nicht immer schmerzlos durch mehrere hoch profilierte Museen herausgeforderten Szene. Im Schneeballsystem kamen Bildwelten bis weit in das Ausland dazu. Exquisite Grafiksammlungen sind aufgetaucht, viel Outsider Art, schier vergessene, aber auf den Altären der Verwandtschaft und Freundschaft stets gehuldigte Kunstschaffende, originelle Bilder-Möbel-Mixe und auch Kinderzeichnungen. Perlen davon scheinen Dilettierende wie Professionelle gleich liebevoll zu hüten. Unterhaltsam war es immer. Kunst hat viele Gesichter und kann überall zu Hause sein!

www.kunstweise.ch  
https://www.facebook.com/groups/162363548201940/ open end

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