«How is life? Chetori?»

«How is life? Chetori?»

Zürich — «How is life? Chetori?», fragt eine Ausstellung, die Sibylle Omlin zuerst in Wien und nun in Zürich zeigt. In der Galerie Krone an der Froschaugasse versammelt die Kuratorin Künstlerfreund/innen aus Zürich und der prachtvollen iranischen Stadt Isfahan. Eine Verbindung zwischen den beiden Städten schafft die Künstlerin Mahroo Mohavedi, die an der ZHdK studierte und seither in Bern lebt. Ihr Video zeigt einen verdorrten Baum in Isfahan. Auf die entlaubte Krone jedoch hat die Künstlerin ein kleines Gemälde montiert, welches das fehlende Grün ersetzt. So macht sie auf den Verlust und auf die Gefahr für den Lebensraum aufmerksam, die durch die fatale Wasserpolitik Irans verursacht wird. Auf der Zürcher Seite ist Jan Morgenthaler seit langen Jahren mit dem Iran verbunden. Der Künstler und Aktivist ist mit der Aktion «Reisende Denkmäler» und als Mitglied der Gruppe «Zürich Maritim» in unvergesslicher Erinnerung. Sechs Jahre lang lebte er in Isfahan. Auf seinen Reisen nahm er stets eine Skulptur von Martin Senn mit, welche das Denkmal Hans Waldmanns en miniature nachformt. Dieses platzierte Morgenthaler im Vordergrund unterschiedlicher Sehenswürdigkeiten. Solch aberwitzige Verschiebungen des Vertrauten manifestieren sich auch in den Gemälden Ali Akbar Farzadis, der sein geliebtes Auto zur Bordüre oder sogar zum Hauptakteur eines imaginierten persischen Teppichs macht. Wunderschön sind die poetischen Kurzfilme von Minoo Iranpour, sowie die figurativen Gemälde der Künstlerin Fariba Farghadani, die alltägliche Szenen in eine verwunschene Welt abdriften lässt. Wer die Ausstellung verpasst hat: Sie soll später in die Westschweiz wandern. 

Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
CHETORI. Wie geht’s? 17.10.201927.10.2019 Ausstellung Zürich
Schweiz
CH
Autor/innen
Sibylle Omlin

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