Kunsthaus Baselland — Kunsthaus-Video-Fenster

Peter Aerschmann, Simulation einer Wiese, 2012, Ausstellungsansicht Kunsthaus-Video-Fenster Kunsthaus Baselland 2021. Foto: Gina Folly

Peter Aerschmann, Simulation einer Wiese, 2012, Ausstellungsansicht Kunsthaus-Video-Fenster Kunsthaus Baselland 2021. Foto: Gina Folly

Ursula Palla, flowers I, 2001/2003, Interaktive VideoinstallationBündner Kunstmuseum Chur, Depositum der Künstlerin

Ursula Palla, flowers I, 2001/2003, Interaktive Videoinstallation
Bündner Kunstmuseum Chur, Depositum der Künstlerin

Kunsthaus Baselland — Kunsthaus-Video-Fenster

Basel/Muttenz — Das Kunsthaus Baselland hat vor einigen Jahren begonnen, die Fassade seiner Architektur für künstlerische Projekte zu nutzen. Das Jahresaussenprojekt hat mittlerweile Tradition – aktuell ist dort eine Arbeit der Basler Künstlerin Lena Eriksson zu sehn. Temporär wird dieser Ansatz auf drei der sechs hochformatigen Fensterscheiben ausgeweitet, die den Innenhof flankieren. Dahinter stehen die Bereitschaft und der Wille, sich mit und in den aktuellen Bedingungen unter Wahrung der Schutzmassnahmen dafür einzusetzen, dass zeitgenössische Kunst nicht nur im Digitalen sichtbar bleibt, sondern dass man ihr auch im urbanen Raum begegnen kann. In drei ‹Windows› sind mit wöchentlich wechselndem Programm ab Einbruch der Dunkelheit bis 8 Uhr morgens Videoarbeiten aus den Sammlungen von vier Schweizer Institutionen zu sehen. Auf sie sind das Kunsthaus und sein Team zugegangen, um genau jetzt Handlungsräume schweizweit und lokal auszuloten. Die ‹Kunsthaus-Video-Fenster› sind ein Gastspiel, ein Mini-Festival mit Werken aus den Sammlungen des Kunstmuseums Thun, des Kunstmuseums Chur, des MACT CACT in Bellinzona und des Kunstmuseums St. Gallen. Den Auftakt machen drei Arbeiten von Peter Aerschmann, für deren Projektion die Fensterscheiben mit Spiegelfolie bezogen wurden. Bezugspunkt des Programms ist die Ausstellung ‹Nachleuchten. Nachglühen›, bei der in den Innenräumen ein Spektrum früher und aktueller installativer Videoarbeiten, darunter von Nam June Paik und Pipilotti Rist gezeigt werden. Dass sie zusammen mit Ines Goldbach von Käthe Walser co-kuratiert wurde und dem Werk-Reigen auch René Pulfer angehört, holt die analoge Geschichte in die Gegenwart. Er gründete (zusammen mit Enrique Fontanilles) in den 1980er-Jahren an der Schule für Gestaltung Basel die erste Videoklasse, welche die Schweizer Videoszene nachhaltig geprägt hat. 

Auch sonst wird einiges zur Überbrückung der flauen Pandemiewochen geboten. So eine ‹Kulturhotline› per Telefon, eine ‹Quarantine-Line› mit täglichen Kunst-Inputs oder ein Online-Workshop für Kinder, die mit Kräutern ein «Gute-Laune Pulver» mischen können. 

Kunstmuseum Baselland, Videofenster, bis 28.2. 
www.kunsthausbaselland.ch

Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Kunsthaus-Video-Fenster. Auf dem Vorplatz des Kunsthaus Baselland 28.01.202128.02.2021 Ausstellung Basel/Muttenz
Schweiz
CH
Künstler/innen
Peter Aerschmann
Ursula Palla
Autor/innen
Stefanie Manthey

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