Kunsthaus Zürich — Dada hier und Dada da und Dada überall

Hugo Ball · Verse ohne Worte in kubistischem Kostüm, Zürich, 1916, Cabaret Voltaire, fotografische Reproduktion, Vergrösserung einer Postkarte aus dem Schweizerischen Literaturarchiv mit Beschriftung in Tinte, Handschrift von Hugo Ball, 71,5 x 40 cm

Hugo Ball · Verse ohne Worte in kubistischem Kostüm, Zürich, 1916, Cabaret Voltaire, fotografische Reproduktion, Vergrösserung einer Postkarte aus dem Schweizerischen Literaturarchiv mit Beschriftung in Tinte, Handschrift von Hugo Ball, 71,5 x 40 cm

Hugo Ball · Eröffnungs-Manifest, 1. Dada-Abend, Zürich, 14. Juli 1916, 1916, Fotokopie des Typoskripts von Hugo Ball, anlässlich des 1. Dada-Abends im Zunfthaus zur Waag, Zürich, 23,4 x 19 cm

Hugo Ball · Eröffnungs-Manifest, 1. Dada-Abend, Zürich, 14. Juli 1916, 1916, Fotokopie des Typoskripts von Hugo Ball, anlässlich des 1. Dada-Abends im Zunfthaus zur Waag, Zürich, 23,4 x 19 cm

Kurt Schwitters · Werbebrief, 1931, Hannover, 21,3 x 14,8 cm

Kurt Schwitters · Werbebrief, 1931, Hannover, 21,3 x 14,8 cm

Der Zeltweg, Zürich, 1919, Zeitschrift, Seite mit Abbildung eines Werks von Sophie Taeuber-Arp und Text von Walter Serner, 30,9 x 22,3 cm

Der Zeltweg, Zürich, 1919, Zeitschrift, Seite mit Abbildung eines Werks von Sophie Taeuber-Arp und Text von Walter Serner, 30,9 x 22,3 cm

Kunsthaus Zürich — Dada hier und Dada da und Dada überall

Zürich — «Wie wird man beruehmt? Indem man Dada sagt.» So einfach, wie es Hugo Ball (1886–1927) im Eröffnungs-Manifest des ersten Dada-Abends in Zürich vom 14. Juli 1916 festhält, ist es wohl nicht. Doch Dada und die involvierten Personen haben es durchaus zu Bekanntschaft gebracht. Bald war die «neue Kunstrichtung», die sich dadurch auszeichnete, «dass bisher niemand etwas davon wusste und morgen ganz Zuerich davon reden wird», in weiteren Städten vertreten. Längst hat Dada auch den Sprung ins digitale Zeitalter geschafft.

In den Sammlungen online der Bibliothek des Kunsthaus Zürich sind, neben digitalisierten Künstlerbriefen und Ausstellungskatalogen der frühen Jahre, verschiedene Dokumente zum Dadaismus zugänglich wie das Typoskript des eingangs zitierten Manifests. Der Zugriff auf hochauflösende Digitalisate und Volltexte ermöglicht interessante kunst- und zeithistorische Einblicke. Mehrseitige Dokumente wie zum Beispiel Dada-Zeitschriften können virtuell durchgeblättert werden.

Im World Wide Web sind weitere digitale Archive mit Inhalten zu Dada zu finden. Stöbern kann man etwa auch in The International Dada Archive und in den Nachlässen von Hannah Höch und Raoul Hausmann. Über das Online Archiv Cabaret Voltaire 2004–2019 ist zu erfahren, wie der Geburtsort des Dadaismus in der Gegenwart weiterlebt. Experimenteller gestaltet sind Dada-data.net oder die explorative Visualisierung mit Daten und Bildern des Raoul Hausmann-Nachlasses, die im Rahmen einer Masterarbeit entstand. Vergnügliche Stunden mit Dada!

Kunsthaus Zürich, Bibliothek, ‹Sammlungen online›: https://digital.kunsthaus.ch/viewer/browse/ oder Direkteinstieg: DadaismusKünstlerbriefeAusstellungskataloge
University of Iowa, ‹The International Dada Archive›: https://dada.lib.uiowa.edu/
Berlinische Galerie, DADA Berlin, ‹Die Nachlässe Hannah Höch und Raoul Hausmann›https://berlinischegalerie.de/sammlung/sammlung-online/dada-berlin/
Cabaret Voltaire, Zürich, ‹Cabaret Voltaire 2004–2019›Online-Archiv, https://cabaretvoltaire.kleio.com/
SRG SSR, Anita Hugi und David Dufresne, ‹Dada-data.net›: http://www.dada-data.net
Fachhochschule Potsdam, Mark-Jan Bludau, ‹Raoul Hausmann – Visualisierungsexperiment mit Daten der Berlinischen Galerie›: https://uclab.fh-potsdam.de/hausmann/

Künstler/innen
Sonja Gasser

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