Museum Langmatt — Impressionismus fürs Ohr und Rätseln mit Humor

Claude Monet, Eisschollen im Dämmerlicht, 1893, 60 x 99,7 cm, Öl auf Leinwand, Museum Langmatt

Claude Monet, Eisschollen im Dämmerlicht, 1893, 60 x 99,7 cm, Öl auf Leinwand, Museum Langmatt

Instagram-Rätsel ‹Mystery Langmatt›: «Wieso ist die Hecke in Form von Vögeln geschnitten?», Screenshot (Instagram: @museumlangmatt)

Instagram-Rätsel ‹Mystery Langmatt›: «Wieso ist die Hecke in Form von Vögeln geschnitten?», Screenshot (Instagram: @museumlangmatt)

Instagram-Rätsel ‹Mystery Langmatt›: «Welche Funktion hatte dieses Objekt?», Screenshot (Instagram: @museumlangmatt)

Instagram-Rätsel ‹Mystery Langmatt›: «Welche Funktion hatte dieses Objekt?», Screenshot (Instagram: @museumlangmatt)

Instagram-Rätsel ‹Mystery Langmatt› und ‹Digitale Sammlung›, Screenshot (Instagram: @museumlangmatt)

Instagram-Rätsel ‹Mystery Langmatt› und ‹Digitale Sammlung›, Screenshot (Instagram: @museumlangmatt)

Museum Langmatt — Impressionismus fürs Ohr und Rätseln mit Humor

Baden — Die Familie Brown hätte es in der Langmatt isoliert allemal lauschig gehabt. Doch seit dreissig Jahren bilden die hinterlassene Villa und Sammlung bekanntlich ein Museum. Nun bleiben ausgerechnet im Jubiläumsjahr die Pforten vorübergehend geschlossen. Gesellige Festivitäten müssen sich gedulden, die Kunstwerke hängen ohne Publikum. Die Vorstellung der menschenleeren Villa und Gartenanlage regt aber auch zum Fantasieren an. Denn zwischen den berühmten impressionistischen Gemälden findet sich hier so manches Kuriosum. Diesen Fundus weiss das Museum erfinderisch auszuschöpfen und lässt uns regelmässig von zu Hause aus auf Instagram rätseln: «Wie ist dieses wirre Gebüsch in der Mitte des Bildes von Claude Monet zu erklären?» Oder: «Wieso ist die Hecke in unserem Park in Form von Vögeln geschnitten?» Die zur Auswahl stehenden Antworten reichen vom Künstler, der die Geduld verloren habe, über Lausbubenstreiche bis zum Museum, das eigentlich nur ein Luftschloss sei. Was zutrifft, bleibt ungewiss. Wahrheiten sind laut Direktor Markus Stegmann denn auch nur manchmal dabei, Geschichten zum Weiterspinnen hingegen immer – und dass sich dabei unsere Mundwinkel nach oben bewegen, ist garantiert. Gewiss ist auch die Geistesverwandtschaft der Rätselmacher mit frauhugentobler, die seit der letztjährigen Ausstellung ‹Sanatorium Langmatt› hin und wieder in den Instagram-Kommentaren des Museums dazwischenfunkt.

Faktengetreu geht es in der digitalen Hörsammlung zu und her. Sie umfasst 14 knapp zweiminütige Aufnahmen zu Gemälden aus der aktuellen Jubiläumsausstellung ‹Herzkammer›. Über eine herunterzuladende App oder auf der Museumswebseite zugänglich, funktioniert diese Zweckverschiebung des Audioguides dank dem Mix aus Bildbeschreibung und Hintergrundinformationen erstaunlich gut – am besten ohne dass man dabei lange auf den Bildschirm starrt. Online büssen diese Gemälde, die von ihrer Farbe und Haptik leben, an Wirkung deutlich ein. Doch warum nicht einstweilen zur Kaffeepause sich ein bisschen Impressionismus anhören?

www.langmatt.ch
www.instagram.com/museumlangmatt

Autor/innen
Irène Unholz

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