Olivier Mosset — Der Fokus auf der Farbe

Olivier Mosset, Ausstellungsaufnahme Galerie Lange+Pult, Zürich, 2019. Foto: Sully Balmassière 

Olivier Mosset, Ausstellungsaufnahme Galerie Lange+Pult, Zürich, 2019. Foto: Sully Balmassière 

Olivier Mosset, Ausstellungsaufnahme Galerie Lange+Pult, Zürich, 2019. Foto: Sully Balmassière 

Olivier Mosset, Ausstellungsaufnahme Galerie Lange+Pult, Zürich, 2019. Foto: Sully Balmassière 

Olivier Mosset, Ausstellungsaufnahme Galerie Lange+Pult, Zürich, 2019. Foto: Sully Balmassière 

Olivier Mosset, Ausstellungsaufnahme Galerie Lange+Pult, Zürich, 2019. Foto: Sully Balmassière 

Olivier Mosset — Der Fokus auf der Farbe

Zürich — Ein gelbes Quadrat leuchtet durch das Schaufenster der Zürcher Galerie Lange+Pult. Es ist das titellose, monochrome; Acrylgemälde des renommierten Schweizer Künstlers Olivier Mosset (*1944). Die Leinwand sei wiederverwertet, erzählt mir Henrik Utermöhle, der anwesende Mitarbeiter. Auch diejenige daneben, die Mosset mit rein schwarzer Farbe bemalte. Bei näherem Betrachten der Leinwand ist zu sehen, dass die Leinwand einmal gefaltet war, denn ein kleiner nach innen gewölbter Falz zieht sich horizontal durch das Bild. Wieso finden Mossets Werke solch einen Anklang in der Kunstszene und in Sammlerkreisen, obwohl seine Leinwände «Second Hand» sind und so mancher vielleicht denkt: «Das kann ich auch!»

Der seit 1977 in New York lebende Künstler Olivier Mosset zählt seit den Sechzigerjahren zu den radikalsten und zugleich wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen Malerei. Er fordert uns mit seinen monochromen Bildern heraus, über die Essenz der Malerei nachzudenken. Doch man soll – so sein Wunsch – keinen Mythos um seine Werke entstehen lassen. Generell möchte er nicht zu viel über seine Werke reden, viel lieber spricht er über sein Bike. In den späten Sechzigerjahren kaufte er in Paris sein erstes Motorrad – eine Harley Davidson und schloss sich einem Motorradclub an. Sein Atelier an der Pariser Rue de Lappe diente ihm nicht nur als Atelier, wo er seine radikalen Malereien geschaffen hat, sondern auch als Treffpunkt und Motorradwerkstatt.

Es zeigt sich, dass die Geschichten hinter den Bildern, der Lebensstil des Künstler das ist, was die Sammler und Liebhaber der Werke von Olivier Mosset in den Bann zieht und den Bildern ihren Wert verleiht.

In den Räumen der Galerie Lange+Pult werden nun Mossets Monochrome gezeigt. Bei dieser Bilderserie geht es ihm darum, die kunst-historisch aufgeladene Bedeutung des Monochroms in Frage zu stellen. Er fokussiert sich selbst rein auf die Farbe und stellt so das Bildobjekt in den Vordergrund. 

Noemi Hermann, MA Kulturpublizistik, ZHdK, 2019

 

Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Olivier Mosset 30.08.201912.10.2019 Ausstellung Zürich
Schweiz
CH
Autor/innen
Noemi Hermann
Künstler/innen
Olivier Mosset

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