Pawel Althamer — OWOW

Pawel Althamer, OWOW, 2018, Münsterhof Zürich. Courtesy Stadt Zürich, Kunst im öffentlichen Raum (KiöR). Foto: Peter Baracchi

Pawel Althamer, OWOW, 2018, Münsterhof Zürich. Courtesy Stadt Zürich, Kunst im öffentlichen Raum (KiöR). Foto: Peter Baracchi

Pawel Althamer — OWOW

Zürich — Erst kürzlich wurde das New Yorker Start-Up WeWork zu einem sogenannten Einhorn gekürt; das bedeutet, dass die Firma bereits vor dem Börsengang von Investoren mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wurde. Das Produkt? In allen Metropolen dieser Welt zur Verfügung stehende Büros für freiberufliche Arbeitende, schick eingerichtet und darauf ausgelegt, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Dazu natürlich alle Annehmlichkeiten, die man bei der Arbeit von zu Hause aus nicht hat: Ping-Pong-Tische, Konferenzräume, eine Bar für den Drink nach der Arbeit. Alles Dinge, die sonst eher Festangestellten etablierter Unternehmen vergönnt sind. Es zeigt sich: das sogenannte Coworking ist ein Trend mit Potential, und das nicht nur wirtschaftlich. Neue und ungeplante Formen der Kommunikation und Kollaboration können entstehen; Vorteile, die sich auch der polnische Künstler Pawel Althamer (*1967) zu Nutze machen möchte, jetzt wo er für vier Wochen sein Atelier auf dem Münsterhof im Zentrum der Zürcher Altstadt eingerichtet hat. Initiiert durch die Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich, ist das öffentliche Atelier eine Reverenz an die drei umliegenden historischen Zünfte und Begegnungsort, Produktionsstätte und Kommunikationskatalysator in einem. Definiert durch drei über den Platz verteilte Arbeitsstationen ist bisher noch nicht viel zu sehen. Es wird spannend, zu beobachten wie der Künstler über die nächsten Wochen, gemeinsam mit seinen Gästen, den Ort mit Inhalt und Leben füllt. Und wer weiss, vielleicht gibt es demnächst nicht nur weltweite Coworking-Büros für Freiberufliche, sondern auch Coworking-Ateliers für Kunstschaffende.

≥ Münsterhof Zürich, bis 13.9.
www.stadt-zuerich.ch/kioer

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