Zeitbilder — ‹immun› von wiedemann/mettler

wiedemann/mettler, immun, 2014, 24 ausgestopfte Vögel, vergoldete Kette, Installation, Grösse variabel, Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri, Altdorf

wiedemann/mettler, immun, 2014, 24 ausgestopfte Vögel, vergoldete Kette, Installation, Grösse variabel, Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri, Altdorf

Wiedemann/mettler, immun, 2014, 24 ausgestopfte Vögel, vergoldete Kette, Installation, Grösse variabel, Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri, Altdorf

Wiedemann/mettler, immun, 2014, 24 ausgestopfte Vögel, vergoldete Kette, Installation, Grösse variabel, Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri, Altdorf

Wiedemann/mettler, immun, 2014, 24 ausgestopfte Vögel, vergoldete Kette, Installation, Grösse variabel, Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri, Altdorf

Wiedemann/mettler, immun, 2014, 24 ausgestopfte Vögel, vergoldete Kette, Installation, Grösse variabel, Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri, Altdorf

Zeitbilder — ‹immun› von wiedemann/mettler

Kunst hat die Fähigkeit, uns neue Blickwinkel auf die Realität zu eröffnen, und sie kann umgekehrt unter dem Wandel des Weltgeschehens selbst neue Aufladungen erhalten. In unserer aktuellen Zeit zeigt sich das nur zu deutlich. Ab sofort präsentieren wir darum unter dem Titel ‹Zeitbilder› Werkbetrachtungen von Kuratorinnen und Kuratoren, die ein Kunstwerk ihrer Wahl vor dem Hintergrund der Corona-Krise neu lesen. Wir starten die Reihe mit einem Beitrag von Barbara Zürcher, Direktorin des Haus für Kunst Uri in Altdorf.

Curator's Choice — Ein Kunsthaus wird zur Arche: In der Nacht vom 24. auf den 25. August 1987 wütete ein schweres Unwetter über dem Gotthardmassiv. Das Hochwasser zerstörte in der Folge Häuser, Strassen, Bahnlinien und Kulturland. Glücklicherweise waren damals keine Menschenleben zu beklagen, jedoch ertranken allein im unteren Reusstal mehr als 900 Nutztiere. Schwere Stürme haben immer wieder in dichter Folge die Schweiz und den gesamten Alpenraum heimgesucht. 
Das Künstlerpaar Pascale Wiedemann (*1966) und Daniel Mettler (*1965) besann sich für ihre Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri 2014 auf die Geschichte der Arche Noah, in der eine Sintflut das Sittenverderbnis der Menschheit «vertilgen» sollte. Doch Noah hatte die Gnade Gottes erfahren und mit dem Bau einer Arche das Menschengeschlecht und die Tierwelt gerettet, so steht es geschrieben im Buch der Genesis. Unter dem Titel ‹better safe than sorry› nahmen wiedemann/mettler dieses Sinnbild auf, um das Thema Sicherheit in seiner ganzen Ambivalenz zu inszenieren. Unter anderem bespielten sie mit 160 ausgestopften Tieren aus einer Privatsammlung das ganze Museum sowie den Innenhof.
In der gegenwärtigen Krise wünschte ich mir, dass die verheissungsvolle Botschaft des Schwans sich wie im Märchen einlösen könnte!

Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Wiedemann/Mettler 14.06.201424.08.2014 Ausstellung Altdorf
Schweiz
CH
Künstler/innen
Wiedemann/Mettler
Autor/innen
Barbara Zürcher

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