Basil Vogt – Kapitän Hu

Basil Vogt – Kapitän Hu

Animationsfilm — Storytelling hat sich zum neuen Hype-Begriff schlechthin gemausert, im Marketing, bei den Social Media und weit darüber hinaus. Während hier die Vorzüge des Geschichten Erzählens neu entdeckt werden, waren Filmemacher schon immer Spezialisten auf diesem Gebiet, und Filme deshalb für uns immer schon befriedigend, anzuschauen. Die Spezialität vieler Animationsfilmemachern und -filmemacherinnen besteht darin, Geschichten zu erzählen, ohne ein einziges Wort zu verwenden. Zu diesen gehört der Schweizer Basil Vogt, dessen Film ‹Kapitän Hu› ich vorstellen möchte. In seinem Kurzfilm aus dem Jahr 2011 gerät ein Kapitän mit seinem Schiff in einen Sturm und landet auf einem Berg. Der findige Älper, den er dort antrifft, nutzt die Situation für seine Zwecke. Soweit die Ausgangslage des seither weltweit auf Festivals gezeigten Films. Vogt erzählt uns die Geschichte mit Witz, Tempo, einer illustrativen Tonspur, und mit einer auf’s Minimum reduzierten Bildsprache. Die Technik die er dabei einsetzt, ist vollständig analog: er kratzt mit einem Pantographen und anderen Werkzeugen direkt in den 35mm Film. Der Film ist hier ein physisches Objekt, ein Unikat – das Gegenstück also zur allgemein verbreiteten Reproduzierbarkeit digitaler Film-Formate, die weder materielle Existenz noch Original kennen. 

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Directed and written by: Basil Vogt, Producer: Basil Vogt, Production: Trickbüro, Schweizer Radio und Fernsehen, Editing: Basil Vogt, Simon Eltz, Location Sound Mix: Roman Bergamin, Sound Design: Peter Bräker, Werner Haltinner, Rerecording Sound Mix: Florian Eidenbenz, Music: Hipp Mathis, Animation: Simon Eltz, Jesús Pérez, Basil Vogt, Ursula Ulmi, Dustin Rees, Characters by: Basil Vogt, Techniques: Direkte Animation 

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