Kerberos

Katja Schenker: Kerberos, 2013. Kunst-und-Bau KVA, Stadt Winterthur. Fotografie: Lea Reutimann

Katja Schenker: Kerberos, 2013. Kunst-und-Bau KVA, Stadt Winterthur. Fotografie: Lea Reutimann

Katja Schenker: Kerberos, 2013. Kunst-und-Bau KVA, Stadt Winterthur. Fotografie: Lea Reutimann

Katja Schenker: Kerberos, 2013. Kunst-und-Bau KVA, Stadt Winterthur. Fotografie: Lea Reutimann

Kerberos

Public Art

Schenker, Katja (* 1968, St. Gallen): «Kerberos», 2013, Gittermattenzaun, Stahl

Der Zaun «Kerberos» schlingt sich um die Kehrichtverbrennungsanlage Winterthur. Hier ist das Ende des Daseins vieler Dinge, die hier landen und verbrannt werden. Hier ist Kunst am Ende. Der Zaun ist über 200 Meter lang und 4 Meter hoch. Katja Schenker hat ihn erschaffen, verformt mit Ketten und Schweissgeräten. Und ihr Werk «Kerberos» getauft. Das ist der Name des Höllenhundes aus der griechischen Mythologie, der den Eingang zur Unterwelt bewacht: Kein Lebender soll hinein-, kein Toter herauskommen. In der Hölle soll es heiss sein, heiss wie das Feuer der Verbrennungsanlange. Was hier landet, ist vernichtet und weg. Das wird mit dem Zaun noch deutlicher: Nichts trennt so klar das Hier vom Dort wie ein Zaun. Was dahinter ist, kann in Vergessenheit geraten – aus den Augen, aus dem Sinn. Oder verleitet der Zaun zur Frage, ob das Hier und Dort ein Trugschluss ist? So wie er zwar steht, aber nicht stark, sondern versehrt, mitgenommen, durchlässig wirkt? Stellt er die Frage, ob es vielleicht auch etwas himmlisch in der Hölle und etwas höllisch im Himmel ist? Tanja Kummer

Erleben Sie das Werk auf der App "Artcatch", die Sie auf https://www.freisicht.ch/varqrar herunterladen können.  

 

Technology 
Zaun
Date 
2013
Object dimensions 
4m x 225m
Material 

Gittermattenzaun, Stahl

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