Andreas Mantel. Zum Leben erweckt – Eisenskulpturen im Dialog mit anderen Materialien

Andreas Mantel. Zum Leben erweckt – Eisenskulpturen im Dialog mit anderen Materialien

Publication

Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Skulpturensausstellung im Gemeindehaus Uetikon am See (26.08. bis 30.11.2019)

Klappentext Backcover

«Zum Leben erweckt» Andreas Mantel harte und schwer formbare Materialien. Eisen, Schiefer und Glas werden in seinen Händen zu beseelten Körpern, da es ihm gelingt, die verwendeten Materialien in ein lebendiges Miteinander zu versetzen. Schnell gesellt man sich hinzu – schaut, hört, fühlt, denkt, glaubt und redet mit. Die Themenvielfalt sowie die raffinierte Titelwahl gehen ins Heiter-Humoristische, doch zwingt Andreas Mantel auch zum Hinsehen. Vor allem dann, wenn das Gezeigte Emotionen erzeugt, die Überforderungen bewirken. Beispielhaft sei das Werk «Blutzoll» genannt. In diesem lebensgrossen Keramik-Eisen-Relief, das auf den Völkermord in Ruanda verweist, singen die Materialdialoge ein Klagelied, das sich in ein Requiem auswächst: Jede verwendete Oberflächentinktur zeigt die durch Gewalt beigefügte Verletzungen eines Menschen. Verletzungen, die für Missbrauch, Folter, Mord stehen. Mantel setzt diesem Verbrechen die Würde des Menschen entgegen: aufrecht und in die Zukunft gerichtet bleibt die Kopfhaltung des Getöteten. Das gesamte Relief wird so für den Betrachter zum Mahnmal. Das gerade fertiggestellte Skulpturen-Ensemble «Tanz der Neomiden» zeigt, wie ein Leben nach dem Tod aussehen kann: neu und doch vertraut. Die humoristisch-satirischen Dramatiker sind ja die Humanisten in unserer Gesellschaft. Andreas Mantel ist als Mensch-Künstler und Künstler-Mensch einer von ihnen.» Thomas Kain

 

 

Veranstalter und Herausgeber der Publikation: Förderverein Kunst- & Kulturfenster rechter Zürichsee

Kurator: Thomas Kain

Verlag: fap | fine art publishing

 

 

 

 

 

 

CHF
40.00

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