Anna Margrit Annen

Anna Margrit Annen · mehrteiligte Wandarbeit, 2021

Anna Margrit Annen · mehrteiligte Wandarbeit, 2021

Hinweis

Anna Margrit Annen

Luzern — Wer das breite Werk von Anna Margrit Annen (*1951, Baar) kennt oder durch ihre drei Jahrzehnte umspannende Monografie ‹Die Zusammensetzung der Weile›, 2015, blättert, dem sticht ein zentrales Leitmotiv ins Auge: das Raster. Die Kunsttheoretikerin Rosalind E. Krauss bezeichnete es mal als das Emblem der Modernen Kunst. Vehikel und Symbol formaler Strenge und Wiederholung. Man denke an Piet Mondrian, Agnes Martin oder Sol LeWitt, Konstruktivismus, Bauhaus oder Konkrete.
Für Annen ist es ein Vermessungsraster, das bei der Orientierung hilft. Eine freie Ergänzung, die für die Umgebung steht. Ihr Umgang mit dem Raster ist kein strenger, sondern ein lockerer, subjektiver. Ein Spiel mit Zufall und Notwendigkeit, bei dem «der Würfelwurf nie den Zufall tilgt» (Mallarmé). Ein Spiel, das ihre Bilder «wachsen» lässt.
Manche Bilder mit Raster wirken wie Fenster mit Rahmen, die das Licht von aussen in den Raum eindringen lassen, aber auch das Innere widerspiegeln. Oder wie von Ferne betrachtete weite Landschaften, expressive Landkarten mit topografischen Linien, durch die man mit Leichtigkeit wandert. So wie durch die von hohen Fenstern umschlossene Kunsthalle Luzern. 

Until 
20.03.2022

→ Kunsthalle Luzern, 16.1.–20.3.

Exhibitions/Newsticker Date Type City Country
Anna Margrit Annen – Weit 16.01.2022 to 20.03.2022 Exhibition Luzern
Schweiz
CH

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