Margrit und Walter Linck

Walter Linck · Hommage à Calder, 1953, Stahl und Eisen, 41 x 26 x 13 cm; Margrit Linck · La Noire, 1959, Terrakotta bemalt, H 44 cm

Walter Linck · Hommage à Calder, 1953, Stahl und Eisen, 41 x 26 x 13 cm; Margrit Linck · La Noire, 1959, Terrakotta bemalt, H 44 cm

Hinweis

Margrit und Walter Linck

Zürich — Dieses bauchige Objekt möchte man sofort in die Hände nehmen, um den Rillen nachzuspüren, die beim Drehen des Tons entstanden sind. Zugleich fragt man sich: Umfasst der behutsam aufgemalte Arm das Gefäss oder wächst die Form aus diesem heraus? Margrit Linck (1897–1983) schuf höchst eigensinnige Gebrauchskeramik und zugleich ein autonomes künstlerisches Werk. In ihren frühen Jahren war sie damit im Kunstkontext präsent, so in der Kunsthalle Bern 1949, doch später wurden ihre Werke fast nur noch in Keramik­ausstellungen gezeigt. Ihr Mann hingegen, der Eisenplastiker Walter Linck (1903–1975), war etwa an der Biennale Venedig 1956 und 1966 oder der Documenta II in Kassel 1959 vertreten. Seine filigranen Plastiken scheinen Räume mit abstrahierten Elementen subtil auszuloten und mit zitternden, schwebenden Formen rhythmisch zu beleben. Verbindend wirkt, dass beide ihre Objekte aus dem jeweiligen Material heraus gedacht haben. Zudem schwingt eine Auseinandersetzung mit Zeitgenossen wie Calder, Germaine Richier, Joan Miró oder Fausto Melotti mit, neben denen sie sich souverän behaupten. Die Galerie annex14 präsentiert nun das Künstlerpaar in zwei Websites und in einer Schau. Ergänzend lässt sie Peter Clemens Brand (*1974) in einer Serie Papierarbeiten als wachen Beobachter dazwischen auftreten. 

Until 
19.12.2020
Institutionen Country City
annex14 Switzerland Zürich
Exhibitions/Newsticker Date Type City Country
Margrit and Walter Linck - "The Fifties" 31.10.2020 to 19.12.2020 Exhibition Zürich
Schweiz
CH

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