70 Years of The Second Sex

Annaïk Lou Pitteloud · all the places I no longer have access to, 2015, Exponential set of keys, Stahlhaken, 99,5 x 7 cm, Ø 1cm, Piano Nobile Genf / Hauser & Wirth Zürich. Foto: Mauve Serra

Annaïk Lou Pitteloud · all the places I no longer have access to, 2015, Exponential set of keys, Stahlhaken, 99,5 x 7 cm, Ø 1cm, Piano Nobile Genf / Hauser & Wirth Zürich. Foto: Mauve Serra

Hinweis

70 Years of The Second Sex

Zürich — Was soll der Haken mit dem Set gebrauchter Schlüssel? Grosse, kleine, auch ein Autoschlüssel ist dabei. Annaïk Lou Pitteloud (*1980) stützt sich lachend auf den Stab, der so zum Spazierstock mutiert, und kommentiert: Es seien alles Schlüssel, die Stationen in ihrem nomadenhaften Künstlerinnenleben verkörpern. Oft unterwegs, findet sie sich jetzt bei Hauser & Wirth zwischen Künstlerinnen wie Cindy Sherman, Eva Hesse oder Roni Horn wieder. Dies auf Vorschlag der Amsterdamer Kuratorin Sophie Berrebi, die sich von Simone de Beauvoirs ‹The Second Sex› zu dieser Schau inspirieren liess. Nun, beinahe 70 Jahre nach der Veröffentlichung des wegweisenden Textes, versammelt sie Werke, die Ideen daraus «appropriieren, illuminieren, komplizieren ...». So eine Skulptur von Louise Bourgeois, die Frau und Haus als schmerzlich verwachsene Einheit zeigt. Die Schlüssel von Pitteloud evozieren eher Lebens- und Arbeitsräume, die nicht selbstverständlich und doch essenziell sind.

Until 
21.05.2022

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