Saskia Olde Wolbers in der Neuen Kunst Halle

Saskia Olde Wolbers: Placebo, 2002, Videostill

Saskia Olde Wolbers: Placebo, 2002, Videostill

Hinweis

Saskia Olde Wolbers in der Neuen Kunst Halle

Die holländische Künstlerin Saskia Olde Wolbers (*1971, lebt in London) wurde in der Schweiz durch ihren Auftritt während der Art Basel 2003 bekannt, wo sie für ihr «Statement» den Baloise-Preis erhielt. Wolbers stellt emotional aufgeladene Filme her, in denen sie von menschlichen Befindlichkeiten erzählt. Allerdings entsprechen diese Filmgeschichten in keiner Weise den traditionellen Produkten, welche durch Kombination von Text und Bild der Phantasie des/der Betrachters/in nur geringen Raum lassen. Wolbers bricht die scheinbar reale Spiegelung der Realität auf, indem sie Erzählung und Bild auseinander nimmt. Aus dem Off erzählt eine Stimme von mehr oder minder tragischen Ereignissen. Die Bilder dazu sind abstrakt, ein bewegtes malerisches Vokabular, das sich als visuelle Entsprechung der Erzählung entpuppt. Die eigentliche Handlung entsteht in Form einer Fiktion im Kopf des Betrachters. In den beiden Videoinstallationen «Placebo» und «Interloper», beide werden in St. Gallen gezeigt, erzählt Wolbers von einem Liebespaar, das sich nach einem schweren Unfall auf der Intensivstation wiederfindet. Frau und Mann entwickeln ihre je eigenen verwirrenden Erinnerungen und Visionen, die, so abstrus sie sein mögen, bekannt erscheinen. Wolbers übernimmt ihre Geschichten aus Fernsehen und Printmedien, greift aber verändernd ein. Alltägliche Geschichten werden auf der Bühne einer medialen Fiktion als Melodram inszeniert. Mit Katalog.

Until 
26.06.2004

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