Rembrandt im Kunstmuseum Basel und im Kunstmuseum St. Gallen

Rembrandt · Selbstbildnis, auf eine Steinbrüstung lehnend, 1639

Rembrandt · Selbstbildnis, auf eine Steinbrüstung lehnend, 1639

Hinweis

Rembrandt im Kunstmuseum Basel und im Kunstmuseum St. Gallen

Gleich an zwei Orten in der Schweiz kommen Rembrandt-Interessierte im Moment auf ihre Kosten. Zum 400-jährigen Jubiläum des holländischen Meisters werden in Basel und St. Gallen Radierungen gezeigt. Die Basler Ausstellung im Kupferstichkabinett baut auf der grossen Sammlung des charismatischen Berner Galeristen und Auktionators Eberhard W. Kornfeld auf, der seit 1946 Rembrandt-Radierungen erwarb und seine Schätze (über 100 Radierungen) dem Basler Kunstmuseum testamentarisch vermacht. Erstmals werden die Arbeiten nun einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Die Radierungen von Rembrandt van Rijn (1606-1669) gelten als Höhepunkt der Radierkunst. In der Ausstellung lässt sich ihre Entwicklung von den frühen Studien im Geburtsort Leiden bis zu den erzählerischen Folgen der späten Amsterdamer Jahre verfolgen. Rembrandt beschäftigte sich in seinen Radierungen mit sämtlichen Bildgattungen des 17. Jahrhunderts und entwickelte eine innovative handwerkliche Virtuosität, indem er in das traditionelle Medium das Helldunkel der Malerei und die Spontaneität seiner Zeichnungen einbrachte. Obwohl die Radierung ein Medium der Vervielfältigung ist, stellte Rembrandt immer wieder einzigartige, nicht wiederholbare Bilder her. Schon zu Lebzeiten wurde er mit seinen Radierungen in ganz Europa bekannt. Publikation mit verschiedenen Texten und einem Interview mit E.W. Kornfeld. Infos unter www.kunstmuseumbasel.ch. Bis 26.2.

Das St. Galler Kunstmuseum zeigt die zwischen 1913 und 1952 entstandene Sammlung des Stahlhändlers Albert W. Blum (1882-1952), dessen Nachkommen die Bilder erstmals für eine Ausstellung zur Verfügung stellen. Unter dem Titel "Rembrandt - Seine Epoche, seine Themen, seine Welt" wird die kulturelle Blütezeit Hollands im 17. Jahrhundert in den Fokus gerückt. Damals entwickelte sich das Land zur führenden See- und Handelsmacht mit Amsterdam als Metropole. Rembrandt leitete die einflussreiche Amsterdamer "Akademie". Sein thematischer Reichtum, seine Experimentierlust und technische Brillanz sind kaum übertroffen. In der Blum-Sammlung sind die berühmten Blätter in frühen Druckzuständen in seltener Qualität vorhanden. In der Ausstellung werden sie ergänzt durch Gemälde seiner Schüler und Zeitgenossen. Mit gebundener Publikation (in peppigem Grün gehalten) mit einem Essay von M. Wohlgemuth. Infos unter www.kunstmuseumsg.ch. Bis 26.3.

Until 
25.03.2006

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