«Rupf Collection - Kubismus im Korridor» im Kunstmuseum

Georges Braque · Maison à l'Estaque, 1908, Öl auf Leinwand, 73 x 59,5 cm, Copyright ProLitteris

Georges Braque · Maison à l'Estaque, 1908, Öl auf Leinwand, 73 x 59,5 cm, Copyright ProLitteris

Hinweis

«Rupf Collection - Kubismus im Korridor» im Kunstmuseum

Über 300 Werke umfasst die Kernsammlung der Rupf Collection, hochwertige Arbeiten namhafter Moderner wie Picasso, Braque, Klee, Léger - und durchweg kleine Formate, die sich im Reihenhaus des Sammlerpaares Hermann und Margrit Rupf aufhängen liessen. Dieser skurrilen Eigenheit der Sammlung verdankt sich der Titel "Kubismus im Korridor". Eine kunsthistorisch bedeutendere Besonderheit der zwischen 1907 und 1954 aufgebauten Sammlung besteht in Rupfs zeituntypischem Interesse für junge, ungesicherte Positionen. Beraten von seinem Freund und Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler, erwarb Rupf Werke noch unbekannter Künstler direkt ab Atelier; das Jahr des Erwerbs war oft auch das Jahr der Entstehung.

Das Kunstmuseum Bern, in dem die Rupf-Stiftung seit 50 Jahren beheimatet ist, versucht diesen Mut zur jungen Kunst herauszustellen. Die Präsentation beginnt chronologisch, der erste Braque 1907, der erste Picasso 1908. Nach einigen Räumen aber verliert sich diese Ordnung zugunsten geschlossener Werkgruppen. Nicht ganz stringent ist die Gegenüberstellung von Arbeiten der Original-Sammlung mit neueren Ankäufen der Stiftung, die sich in einigen Räumen findet. Kleine Mängel, denen die Qualität der Arbeiten gegenübersteht, darunter Delikatessen wie konservatorisch heikle, selten gezeigte Papierarbeiten, etwa Holzschnitte von Vlaminck sowie Paul Klees Aquarell "Niesen", das 1976 gestohlen wurde und nun erstmals wieder öffentlich präsentiert wird.

Until 
25.02.2006

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