«install.exe - Jodi» im plug.in

Hinweis

«install.exe - Jodi» im plug.in

Das Duo Jodi, bestehend aus der Holländerin Joan Hermskerk und dem Belgier Dirk Paesmans, gehört zu den Pionieren der Netzkunst. Bereits 1994 setzten sie sich mit Internet und World Wide Web als künstlerischen Medien auseinander und begannen eine heute unter www.jodi.org berühmt berüchtigte Website aufzubauen. Neben weiteren Adressen, unter denen ihre Kreationen per Internet abrufbar sind, haben sie ihre Arbeit in Form von vier CD-Roms mit künstlerischer Software und als Computerspiele materialisiert. Mit der aktuellen Ausstellung gehen sie noch einen Schritt weiter und sabotieren die Gewissheit, dass ihre Kunst nur auf dem Internet stattfinden kann. Sie präsentieren eine Ausstellung im physischen Raum und eine Printpublikation als konsequente Fortsetzung ihrer Störungstaktik. Mit der haben sie vor Jahren internationalen Ruhm erlangt. Jodi simulieren den Break-down, sie hantieren mit Viren, Abstürzen und Fehlermeldungen, konfrontieren uns mit Strömen knallbunter Hieroglyphen. Der Code steht im Zentrum ihres Interesses, das, was hinter der vertrauten Browseroberfläche liegt. Die Eingeweide des Cyberspace haben es ihnen angetan. Die Präsentation im plug.in, Jodis erste umfassende Einzelausstellung, entstand in Zusammenarbeit mit dem Autor Tilmann Baumgärtel aus
Berlin. Eine Publikation erscheint Anfang Oktober. Weiterhin hat das plug.in die letzte Nummer der Zeitschrift Schweizer Kunst, die von der visarte herausgegeben wird, ediert. Unter dem Titel «Good Girls go to Heaven. Bad Girls go Everywhere» stellt sich das plug.in mit seinen Projekten und Anliegen vor.
Bis 27.10.

Artist(s)
Jodi

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