«Artists'' Games. Public''s Games» im Kunstverein

Carsten Höller ? Spieletafeln, 1998, Der goldene Blick; Courtesy Schipper & Krome, Berlin

Carsten Höller ? Spieletafeln, 1998, Der goldene Blick; Courtesy Schipper & Krome, Berlin

Hinweis

«Artists'' Games. Public''s Games» im Kunstverein

Wenn die Kultur, wie der niederländische Kulturwissenschafter Johan Huizinga in «Homo Ludens» beschreibt, ihren Ursprung im Spiel hat, dann sollte dieses auch ein tragendes Element der bildenden Kunst sein. Zumindest haben frühere Künstler immer wieder Spiele dargestellt und die zeitgenössischen fordern häufig zum selbst Spielen auf. Christoph Draeger (*1965) beispielsweise bietet ein Puzzle zum Zusammenfügen an. Dessen Motive allerdings wurden keiner wohnzimmervertäglich heilen Welt entnommen, sondern zeigen ein schweres Zugunglück. Katastrophenbilder werden als kollektiver Fundus einer Alptraumikonographie vorgestellt und sind in alltägliche Rituale integriert. Die Münchner Künstlerin Eva Grubinger (*1970) adaptierte die Regeln populärer Gesellschaftspiele und entwarf vier neue Karten- und Brettspiele. In «Hype! Viel Bluff, viel Geld & clevere Künstler» inszeniert sie den Kunstbetrieb als dramatischen Kampf um Macht und Geld. Weitere Mitspielende sind: Hans-Peter Feldmann, Jochen Flinzer, Meschac Gaba, Carsten Höller, Felix Stephan Huber, Kirsten Johannsen, Jozef Legrand, Uri Tzaig.
Bis 29.9.

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