Vaclav Pozarek im Kunstmuseum

Vaclav Pozarek, Skulptur mit Neon, 1985

Vaclav Pozarek, Skulptur mit Neon, 1985

Hinweis

Vaclav Pozarek im Kunstmuseum

Der 1940 in Budweis geborene Plastiker, Grafiker und Konzeptkünstler Vaclav Pozarek verliess 1968 die Tschechoslowakei und wählte gerade Bern als neue Heimat aus, weil er sich für die konkrete Kunst, speziell die von Richard Paul Lohse interessierte. In Bern lebt Pozarek bis heute, obwohl er an verschiedenen Orten jahrelange Studienzeiten verbrachte, so beispielsweise an der St. Martin’s School of Art in London bei Anthony Caro. Bekannt wurde Pozarek für die Verbindung architektonischer mit plastischen Elementen, das Zusammenführen von Minimalprinzipien der Serialität mit Industriematerialien und konzeptuellen Ansätzen. Auch die sorgfältige technische Fertigung der Einzelstücke ist ein Charakteristikum seiner Arbeit ebenso wie die teilweise mitschwingende Ironisierung der strengen Schemata. Immer wieder hat sich Pozarek mit Zwischenformen beschäftigt, die weder Wand, Tür, Vitrine noch skultpurale Konstruktion sind, sondern ein Feld dazwischen öffnen. Die Ausstellung stellt verschiedene Werktypen seit 1975 vor, zudem eine Gruppe neuer Skulpturen. Zeichnungen und Collagen werden gezeigt und Fotografien: ein schwarzweisser Bildkatalog von Erinnerungen an Skulpturen und Architektur, die Pozarek mit der Handkamera aus dem Blickwinkel des Kunstreisenden aufgenommen hat. Mit einem vom Künstler gestalteten Katalog. – Um ein Bezugsfeld zu Pozareks Arbeiten zu öffnen, werden parallel zu dessen Ausstellung Skulpturen und Objekte aus der Sammlung gezeigt. Es handelt sich um plastische und objekthafte Arbeiten vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Gemeinsam mit Pozarek wurde eine Präsentation erarbeitet, die nicht die systematische Darstellung, sondern den Dialog zwischen der kunsthistorischen Sicht und der Lektüre eines Künstlers sucht.

Until 
13.03.2004

Advertisement