Hermann Scherer

Hermann Scherer · Berglandschaft Sertigtal-Davos, um 1923/24, Galerie Iris Wazzau. Foto: Jakob Jägli

Hermann Scherer · Berglandschaft Sertigtal-Davos, um 1923/24, Galerie Iris Wazzau. Foto: Jakob Jägli

Hinweis

Hermann Scherer

Freiburg/Br — Hermann Scherer (*1893–1927), der mit nur 34 Jahren verstorbene Bildhauer, Maler und Grafiker, schuf in einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne ein Werk, das noch heute von Interesse ist. Dies belegt eine aktuelle Schau mit privaten Leihgaben sowie zahlreichen Werken aus den eigenen und den Beständen des Dreiländermuseums in Lörrach.
Ganz in der Nähe von Lörrach wurde Scherer geboren. Der Besuch einer Munch-Ausstellung im Kunsthaus Zürich Anfang der Zwanzigerjahre beeindruckte ihn tief – und weckte womöglich den Künstler in ihm. Die Bekanntschaft mit Ernst Ludwig Kirchner, den er in der Kunsthalle Basel kennen gelernt hatte, gab seinem Schaffensdrang Schub – und eine Neuausrichtung. Als Bildhauer findet der ausgebildete Steinmetz bald zu einer eigenen, starken Bildsprache – so in der kühnen ‹Mutter, Kind säugend› in Arve. Als Maler orientiert er sich an Kirchner, doch geht er in der Dynamisierung seiner Landschaften über das Vorbild hinaus. Ganz stark ist Scherer auch in den Holzschnitten – wie in dem ‹Raskolnikov›-Zyklus nach Dostojewski, dessen Protagonist Züge von ihm trägt. 

Jusqu'à 
15.03.2020

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