Collection Highlights

Collection Highlights, Ausstellungsansichten Museum für Gestaltung Zürich, 2018

Collection Highlights, Ausstellungsansichten Museum für Gestaltung Zürich, 2018

Collection Highlights, Ausstellungsansichten Museum für Gestaltung Zürich, 2018

Collection Highlights, Ausstellungsansichten Museum für Gestaltung Zürich, 2018

Hinweis

Collection Highlights

Zürich — Welche Kriterien sind nötig, um aus einer international bedeutenden Sammlung von 500’000 Objekten die Highlights zu küren? Auf alle Fälle keine gängigen. Neue Wege beschreitet das Museum für Gestaltung in frischer Art und Weise. Die Kuratoren lassen in der Schau ‹Collection Highlights› Exponate aus den Bereichen Kunstgewerbe, Grafik, Plakat, Textil, Möbel- und Produktdesign assoziativ spielerisch und thematisch aufeinandertreffen, unabhängig von ihrem Wert und Kontext, ihrer Epoche und Funktion. Inseln und Halbinseln, Vitrinen und zu öffnende Schubladen laden ein, Farbspiele, vergleichende Strukturen, gestalterische Qualitäten und Zeitdokumente vor allem auch des erfolgreichen Schweizer Designs zu entdecken. Individuell oder mit thematischen Rundgängen für Gross und Klein kann man sich diese Tour auch mit dem eGuide zusammenstellen und findet zudem im Begleitbuch weiterführende Informationen, ausführlichere Objektlegenden und Ausstellungstexte in allen Sprachen. Sympathisch ist, dass es nicht um Deutungshoheit geht. In der Mitte des Ausstellungsraums ist eine Schatzkammer von unterschiedlichen Objekten aufgebaut. In einer Vitrine sind handgefertigte abstrahierte Holzspielzeuge des Produzenten Antoni Vitali zu sehen, der seine Ware über Franz Carl Weber bis nach New York auslieferte. Stolz präsentiert sich der bemalte Schaukelschwan von Wisa Gloria auf dem Inselpodest dahinter. Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit werden wach und gleich entdeckt man eine Reminiszenz an die Zürcher Punk-, New-Wave- und Design-Szene der Achtzigerjahre. Da thront im Umfeld der tanzenden Marionetten von Sophie Taeuber-Arp der legendäre Zip-Schuh, ein bahnbrechender Entwurf der ­Schweizer Designerin Stefi Talman. Öffnet man die Schub­lade darunter, trifft man auf die minutiös konzipierte und entworfene Schriftfamilie Univers von Adrian Frutiger. Man kann sie zeichnen, vervielfältigen oder auch einfach hier im Original bestaunen. Weitere Trouvaillen aus den Gebieten der Keramik, der Textilkunst und ­Mode, aber auch Verpackungen jeglicher Art sind ausgestellt. Dazu gehört auch der entzückende kleine Reiseplattenspieler Mikiphone, entworfen von den Gebrüdern Vadàsz und verstaubar in einer Dose mit den Massen 4,5 x 11,5 cm, den Le Corbusier als «manifestation première de l’esprit d’une époque machiniste» bezeichnete. 

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