Maria Ceppi

Maria Ceppi · Karmin, 2019, Mischtechnik, Gummi, Metall, 175 x 92 x 41 cm, Kunstmuseum Wallis, Sitten. Foto: Thomas Andenmatten

Maria Ceppi · Karmin, 2019, Mischtechnik, Gummi, Metall, 175 x 92 x 41 cm, Kunstmuseum Wallis, Sitten. Foto: Thomas Andenmatten

Maria Ceppi · Zeitdokument, 2002–2008, ­Stickerei auf Leinwand, kollaborative Arbeit. Foto: Thomas Andenmatten

Maria Ceppi · Zeitdokument, 2002–2008, ­Stickerei auf Leinwand, kollaborative Arbeit. Foto: Thomas Andenmatten

Hinweis

Maria Ceppi

Sitten — Das vielseitige Werk von Maria Ceppi (*1963) umfasst zahlreiche Ausdrucksformen, von der Arbeit auf Papier bis hin zur monumentalen Installation. Das Kunstmuseum Wallis bewahrt seit 25 Jahren ausgewählte Werke der Walliser Künstlerin in der Sammlung und zeigt sie nun in der Ausstellung ‹Insights›.
Beim Tunnelbau der Neuen Alpentransversale durch den Lötschberg trat Maria Ceppi erstmals mit einem grossen interaktiven Werk an die Öffentlichkeit. Zu diesem Jahrhundertereignis hatte sie einen Gobelin in monumentaler Grösse in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung gestickt. Das Kunstmuseum Wallis erkannte den künstlerisch-historischen Wert dieser Arbeit und kaufte das ‹Zeitdokument›, 2002–2008, an. Zusammen mit anderen Werken aus seinen Beständen, u. a. die Seifenarbeit ‹Ciel (Himmel)›, präsentiert das Kunstmuseum nun diese grossformatige Arbeit von Maria Ceppi. Das neueste Werk der Sammlung ist die Skulptur ‹Karmin›, 2019, die auf absurd surreale Weise eine Fahrradbremse, ein Sanitärrohr sowie eine getrocknete Kaktusfeige vereint.
Maria Ceppi erhielt 2019 das kantonale Stipendium für ihr Projekt ‹reVISITed›, was ihr die skulpturale Recherche für die ‹Karmin›-Skulptur und für andere Objekte ermöglichte. Seit Beginn ihrer Karriere lässt sich die Künstlerin vom Alltagsleben und Alltagsmaterial inspirieren. Besonders gern durchstöbert sie Baumärkte nach unterschiedlichsten Materialien wie Abflussrohre, Seife, Wolle, Metall oder Kunststoff. Damit schafft sie ihre so humorvollen wie seltsamen Objekte, die Geschichten am Schnittpunkt zwischen Natur und Künstlichkeit sowie dem Individuellen und dem Kollektiven erzählen.
Maria Ceppi verbindet in ihren Arbeiten das Industrielle mit dem Pflanzlichen, stellt Baumaterialien Haushaltsschwämme gegenüber und transformiert die Objekte und Werkstücke durch unterschiedliche Massstäblichkeiten. Ihr surreales Universum wird von hybriden, kuriosen und zugleich vertrauten ästhetischen Ausformulierungen gekennzeichnet. 

Jusqu'à 
06.11.2022
expositions/newsticker Date Type Ville Pays
Insights — Maria Ceppi 05.04.2022 - 06.11.2022 exposition Sion
Schweiz
CH
Artiste(s)
Maria Ceppi
Auteur(s)
Sibylle Omlin

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