Hosennenmuseum

Hosennenmuseum, Törbel. Foto: Helen Güdel

Hosennenmuseum, Törbel. Foto: Helen Güdel

Hinweis

Hosennenmuseum

Törbel/VS – Das 500-Seelen-Dorf auf 1500 Metern ist durch die nobelpreisgekrönten Studien von Ellinor Ostrom zum gemeinschaftlichen Bewässerungssystem der Suonen weltberühmt gewordenen. Seit einigen Jahren gibt es mit dem Chalet des Bergbauern Bruno Hosennen (1933–2010), das seine ehemalige Lebenspartnerin, die Künstlerin Helen Güdel, einer Stiftung zukommen liess, auch ein Wohnmuseum zu entdecken. Im Kunstraum in der Scheune zeigt die 1978 in die Berge gezogene Zürcherin weiterhin die Ölbilder, die seit bald 40 Jahren zu den Geschichten aus dem Tal entstehen, die sie unter dem Titel ‹Lieber Alex› für Kinder erzählt. Dazu wird jedes Jahr ein künstlerischer Gast eingeladen – tendenziell bislang ebenfalls aus dem Feld der naiven Malerei. Zurzeit ist dies der in der Gegend als Tierarzt bekannte Arno Wintermantel, dem bereits ein Studienplatz an der Kunstakademie in München sicher war, als er auf ein Veterinärstudium umschwenkte. Dies war aber eher eine Entscheidung für als gegen die Malerei. Seinen Bezug zur Natur, zu Menschen und Tieren bezeugen rund 200 Bilder, die ebenso von haarfeinen Beobachtungen wie einer perspektivischen wie chromatischen Handschrift leben, die einen mehr und mehr in den Bann zieht. Das lauschige Museum gibt sogar eine Kulturzeitschrift heraus, in der Mitarbeitende wie auch Externe die Vergangenheit und die Aktualität im Tal spiegeln.

→ Hosennenmuseum, Sa/So und ­Anmeldung ↗ www.hosennenmuseumtoerbel.ch

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