Harold Studer und Freunde

Harold Studer · Zwergenmantel, 1974, Objekt, Aquarell auf Papier, Insektenflügel, 31 x 31 cm

Harold Studer · Zwergenmantel, 1974, Objekt, Aquarell auf Papier, Insektenflügel, 31 x 31 cm

Hinweis

Harold Studer und Freunde

Interlaken — Präzise und gleichwohl märchenhaft, exakt und doch versponnen: Im Werk von Harold Studer (1942, Leysin–2000, Bern) finden sich Käfer und Falter, Winzlinge mit gemusterten Schmetterlingsflügeln, Blätterdickichte und Laubdächer, die tapetenähnlich Szenerien ummanteln – ja ganze Waldkosmen. Das Spiel mit Gegensätzlichkeit ist in Studers Œuvre zentral, in welchem er Fantastisches und Wahrhaftiges miteinander verschmelzen lässt. Im Kanton Waadt geboren, schloss «Harry» die Erstausbildung zum Kartografen ab. Die Vermessung der Welt, des Lebensraumes von Menschen, Tieren und insbesondere Insekten, kommt in seinen Werken immer wieder zum Ausdruck. Tiere hält der Künstler mit einer aussergewöhnlichen Detailtreue fest. Das Kunsthaus Interlaken präsentiert nun eine umfassende Schau mit Zeichnungen und Objekten. Ein besonderes Augenmerk wird auf die 1970er- bis 1990er-Jahre gelegt – eine Zeit, in der Studer rege am Kunstgeschehen in Bern beteiligt war und mit prägenden Schweizer Künstlerinnen und Künstlern Freundschaften pflegte. Stellvertretend dafür finden sich in der Ausstellung auch Arbeiten von Urs Dickerhof (*1941), Claude Sandoz (*1946), Marie Bärtschi (1945–2021) oder Daniel de Quervain (1937–2020).

Jusqu'à 
15.05.2022

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