Korpys/Löffler im Wilhelm Lehmbruck Museum

Korpys/Löffler: JPG 1a-d), The Nuclear Football, 2004, DVD, 30:30 Min, Courtesy: Galerie Otto Schweins, Köln 2004, ©VG Bild-Kunst, Bonn

Korpys/Löffler: JPG 1a-d), The Nuclear Football, 2004, DVD, 30:30 Min, Courtesy: Galerie Otto Schweins, Köln 2004, ©VG Bild-Kunst, Bonn

Hinweis

Korpys/Löffler im Wilhelm Lehmbruck Museum

Andree Korpys (*1966) und Markus Löffler (*1963) - beide leben und arbeiten in Berlin und Bremen - arbeiten seit über zehn Jahren zusammen. Das Duo hat sich mit seinem Interesse für vielfältigste Recherchen, speziell auch zu Kontrollsystemen und Überwachungstechniken einen Namen gemacht. Die zwei Künstler untersuchen gesellschaftliche oder politische Sicherheitsbereiche, observieren Vorgänge, sezieren Zusammenhänge und konstruieren neue Bedeutungen von Ereignissen, die in der jüngeren Berichterstattung von sich reden machten. Ihre Erkenntnisse fliessen in unterschiedlichste Darstellungen und Repräsentationen ein. So kündigten sie Mitte der 90er Jahre eine Ausstellung mit «sehr schlechten Bildern» an, in der sie sich mit KZ-Gedenkstätten in Deutschland auseinander setzten. In einem anderen Projekt untersuchten sie eine von RAF-Mitgliedern eingerichtete konspirative Wohnung, die Ausgangspunkt für mehrere Überfälle war. In der Installation «Sandhaufen» gehen sie der seltsamen Geschichte des Kunstmalers Theo Sand nach, der in seiner Wohnung von einem Ehepaar überwältigt wurde, das anschliessend einen Raketenwerfer auf das gegenüberliegende Gebäude der Bundesanwaltschaft richtete. Die Künstler spinnen in dokumentarische Analysen fiktive und biographische Fäden ein, ein Netz von Absichten und Verweisen wird aufgebaut, dem man kaum noch entrinnen kann. Die Ausstellung zeigt Rauminstallationen mit Zeichnungen, Skulpturen, Videos, Fotos und Filme. Kuratorin Sabine Maria Schmidt. Mit Rahmenprogramm und Katalog im Revolver Verlag.

Jusqu'à 
25.09.2004

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