Monica Ursina Jäger

uncommon ground Tusche auf Papier, 2007

uncommon ground Tusche auf Papier, 2007

Tusche und Abriebe auf Papier, 2007 Fotos: Monica Ursina Jäger

Tusche und Abriebe auf Papier, 2007 Fotos: Monica Ursina Jäger

Artikel

Monica Ursina Jäger

Eidgenössischer Preis für Kunst

1974: Geboren in Thalwil Lebt und arbeitet in London und Zürich
1997-2000: Studiengang Kunst und Vermittlung, Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern
1999: Lasalle College of the Arts, Singapur
2005: Artist in residence, Cité Internationale des Arts, Paris
2006-2008: Master of Fine Art, Goldsmiths College, London

Dichter Rauch verdunkelt den Himmel, Hubschrauber kreisen über einer von Absperrgittern eingepferchten Menschenmenge. Sind es Flüchtlinge? Asylanten oder Besucher eines Rockkonzertes? Stehen sie an, um in die ummauerte Stadt zu gelangen, die sich im mittleren Bildhorizont verliert? Ist der umfriedete Raum Gefängnis oder sicherer Hafen? Während sich Natur und architektonische Elemente gegenseitig fragmentieren, erhebt sich im Hintergrund eine chinesische Landschaft, die, durch Technik und Medium (Tusche auf Papier) unterstützt, einen ersten Hinweis auf eine mögliche Betrachtungsart gibt. Das Abgebildete ist in der chinesischen Malerei nicht Abbild der Natur, sondern eine «Landschaft des Geistes», es gibt keine Unterschiede zwischen Kopie und Original, da der dargestellte Gegenstand nur im Betrachter existiert. Die Werke von Monica Ursina Jäger (geb. 1974) verbinden philosophische Fragen und politische Themen mit dem Absurden, Irregulären und Unerwarteten. Natur und konstruierte Landschaft sind hierbei keine Gegensatzpaare, sondern beides Möglichkeiten eines Echoraumes für individuelle Befindlichkeiten und kollektive Zustände. Die Motive der Zeichnungen werden aus ihrem Kontext losgelöst und neu zusammengeführt, die Bildsuche ist seismographisches Forschen in den Untiefen der medialen Räume, gleichsam eine Accrochage der längst einverleibten Bildfragmente in einem verdichteten Werk. DAMIAN CHRISTINGER

EINZELAUSSTELLUNGEN
2007: Galerie Habres+Partner, Wien; Galerie Visual Drugs, Zürich

GRUPPENAUSSTELLUNGEN

2002: «vfg Nachwuchsförderpreis», Zürich [Kat.]
2003: «Bündner Kunstschaffen», Bündner Kunstmuseum Chur
2006: «emerging artists 06: Schweiz», Sammlung Essl, Klosterneuburg/Wien
2007: «Celeste Art Prize», London/Edinburgh

AUSZEICHNUNGEN/PREISE
2005: Patronagefonds für junge Schweizerkünstler, Stipendium Kunsthalle Basel
2006: Atelierstipendium (Kt. GR), Cité Internationale des Arts, Paris

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